OÖ schützt sich vor Hochwasser am Inn und in Steyr

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In Oberösterreich haben seit Samstagnachmittag kräftige Regenschauer zu lokalen Überflutungen, Vermurungen, Hangrutschen und volllaufenden Kellern in der südlichen Landeshälfte geführt.

Ab 16.00 Uhr gab es rund 150 Feuerwehreinsätze in den Bezirken Steyr-Stadt, Steyr-Land, Kirchdorf, Linz-Land, Wels-Land und Gmunden. Steyr, Schärding und der Bezirk Braunau rüsteten sich für Hochwasser, mit dem durch das schnelle Ansteigen des Pegels in der Salzach auch im Inn zu rechnen war.

Die Feuerwehren sicherten Objekte gegen Überflutung, pumpten Keller und Unterführungen aus und sicherten überflutete Straßen und Gehwege ab, berichtete die Landeswarnzentrale. In den frühen Morgenstunden wurde in Schärding bereits ein Fischer samt seinem Fahrzeug aus dem Bereich des Pramspitzes gerettet. Er hatte den raschen Anstieg unterschätzt und war von den Wassermassen eingeschlossen.

In Schärding wurde seit Samstag über Nacht vorsorglich der Hochwasserschutz errichtet. Die Innlände und der Parkplatz Schiffsanlegestelle waren bereits gesperrt, die Sperre der Alten Innbrücke und weiterer Straßen im Stadtgebiet schien wahrscheinlich, berichtete die Feuerwehr.

Der Pegelstand lag am frühen Vormittag bei 560 Zentimeter, für Mittag wurden 650 bis 680 Zentimeter erwartet, die erste Warnstufe liegt bei 600 cm. Das grenzüberschreitende Katastrophenschutzlager ist mit mehr als 6.000 gefüllten Sandsäcken bereit.

Auch im Bezirk Braunau war mit Hochwasser an der Salzach zu rechnen. Deshalb wurden in Ach an der Salzach bereits vorsorglich einzelne Gebäude geräumt. Im Bezirk Steyr-Land waren 14 Feuerwehren zur Abwehr von Überflutungen im Einsatz, weil der Steyrfluss Samstagabend eine alarmierende Durchflussmenge erreicht hatte. In der Stadt Steyr wurde Zivilschutzwarnung ausgelöst.

In Bad Ischl (Bezirk Gmunden) standen ab 21.00 Uhr mehr als 100 Feuerwehrkräfte im Einsatz. Hauptsächlich galt es gefährdete Fahrzeuge zu bergen, überflutete Keller auszupumpen und vermurte Verkehrswege frei zu machen. In der Ortschaft Ramsau bildete sich im Schöffaubach eine Verklausung, wodurch das Wasser entlang einer Forststraße weiter floss und die angrenzenden Gebäude gefährdete. Sie wurden mit hunderten von Sandsäcken gesichert und Keller ausgepumpt. Durch Grabungen entlang des Baches gelang es weiteren Schaden von den Häusern abzuwenden.

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