Oö. Spitäler ziehen an einem Strang

Beim Managen der 250 Intensivbetten im Bundesland — Ausbau bis 420 Betten ist möglich

LH Thomas Stelzer und LH-Stv. Christine Haberlander © APA/fotokerschi.at

Von den 1662 in Oberösterreich positiv auf das Coronavirus Getesteten (Stand: 1.4., 12 Uhr) befinden sich laut den Zahlen des Landes OÖ aktuell 140 in Krankenhäusern, 27 müssen intensivmedizinisch betreut werden.

Die oberösterreichischen Spitalsträger haben nun angekündigt, ihre Intensivbetten künftig erstmals gemeinsam managen.

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Sowohl das Kepler Universitätsklinikum als auch die Regionalkliniken der Oö. Gesundheitsholding sowie alle Ordensspitäler sind daran beteiligt. Das soll gewährleisten, dass die medizinische Infrastruktur in der Corona-Krise bestmöglich genutzt wird, teilte das Land am Dienstag mit.

Hälfte ist belegt

Nach derzeitigen Schätzungen brauchen zwei bis fünf Prozent der Corona-Patienten intensivmedizinische Maßnahmen wie etwa eine künstliche Beatmung oder eine Nierenersatztherapie. Aktuell liegen in Oberösterreich 27 der bestätigten Corona-Fälle auf einer Intensivstation.


Insgesamt ist von den 250 Intensivbetten in Oberösterreich derzeit etwa die Hälfte belegt. Die Kapazität kann laut Land OÖ bei Bedarf stufenweise auf zunächst 270, dann 358 und sogar 420 ausgebaut werden.

Man müsse mit steigenden Zahlen an mit Covid-19 erkrankten Personen ebenso wie mit schwereren Krankheitsverläufen rechnen, so Landeshauptmann Thomas Stelzer und LH-Stv. Christine Haberlander (beide ÖVP).

Daher sei es nötig, über Träger- und Regionsgrenzen hinweg zusammenzuarbeiten. „Eine ideale Abstimmung zwischen allen Krankenhäusern ist ein wichtiges Instrument, um den vor uns liegenden Herausforderungen bestmöglich begegnen zu können.“

Die organisatorische Abwicklung der Pläne liegt bei der OÖ. Gesundheitsholding. Der Vorstand der Universitätsklinik für Intensivmedizin am Kepler Klinikum, Jens Meier, wird die Koordination der Intensivbetten leiten. Sollten Betten knapp werden, können die Patienten über die Spitäler des Landes verteilt werden. Das Rote Kreuz unterstützt die Krankenhäuser bei der Verlegung zwischen den einzelnen Standorten.

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