OÖ stemmt sich mit OP-Verschiebungen gegen Engpass

In den oberösterreichischen Krankenhäusern hofft man zwar, die kommenden Wochen bewältigen zu können, allerdings ist man im Krisenmodus unterwegs: Nicht unbedingt notwendige Eingriffe werden schon seit einiger Zeit verschoben, die Intensivkapazitäten wurden bereits aufgestockt und sollen nächste Woche noch einmal erweitert werden.

Man konzentriert sich auf die Versorgung von akuten Krankheitsbildern, egal ob Covid-19 oder andere dringend zu behandelnde Erkrankungen. Planbare oder nicht unbedingt sofort nötige Operationen werden an allen Spitälern im Bundesland verschoben.

Die betroffenen Patienten werden nach Informationen des Krisenstabs von den Krankenhäusern persönlich informiert. Laut Patientenanwaltschaft leiden unter den Verschiebungen vor allem jene, bei denen auch eine Schmerzsymptomatik vorliegt.

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Auf den Intensivstationen nimmt die Zahl der zu behandelnden Corona-Patienten stetig zu: Mit Stand Freitagvormittag lagen 861 Patienten auf Normal- und 121 auf Intensivstationen. Die Intensiv-und Beatmungsplätze für Covid-19-Patienten sind zuletzt auf 150 aufgestockt worden, kommende Woche sollen weitere 50 Plätze dazukommen, dann wären es 200. „Dann sind die Möglichkeiten aber ausgeschöpft“, hatte LH Thomas Stelzer (ÖVP) zuletzt gewarnt. Die oberösterreichischen Spitäler appellieren daher dringend an die Bevölkerung, sich an die Maßnahmen zu halten, nur so könne die Überlastung der Krankenanstalten verhindert werden.

Dass die Spitäler nun auch Patienten möglichst rasch wieder entlassen, um Kapazitäten zu schonen, wirkt sich auf die Pflege aus. In den Heimen kommt damit laut Belegschaftsvertretern immer mehr Arbeitsbelastung auf die Mitarbeiter zu. Und im privaten Bereich ergeben sich durch frühe Krankenhaus-Entlassungen oft Probleme mit der Nachversorgung, meldete die Patientenanwaltschaft.

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