OÖ-Trio kämpft mit Frankfurt um historischen Titel

Drei Oberösterreicher erobern die Fußballwelt — mit einem Sieg von Eintracht Frankfurt am Mittwoch im Finale der Europa League gegen die Rangers (21, live ServusTV, Sky) können Trainer Oliver Glasner und seine Assistenten Ronald Brunmayr und Michael Angerschmid Geschichte schreiben. Brunmayr nahm sich vor der Abreise nach Sevilla noch Zeit für ein Gespräch mit dem VOLKSBLATT. Der ehemalige Blau-Weiß-Coach über…

… den Finaleinzug: „Es ist schon sehr cool, wie diese Reise vonstattenging. Es hat holprig begonnen, im Frühjahr gab es dann ein Highlight nach dem anderen. Wir waren überall Außenseiter, haben aber auf den Punkt außergewöhnliche Leistungen gebracht.“

… seinen persönlichen Weg als Trainer: „Ich hätte nie gedacht, bei solch einem Verein zu landen, habe mich eher im Nachwuchs- oder Amateurbereich gesehen. In den letzten zweieinhalb Jahren ist viel passiert. Aber ich bin nicht unglücklich, wie es gelaufen ist (schmunzelt).“

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… seine Rolle als Co-Trainer: „Es war zuerst schon eine Umstellung, wenn man nicht mehr federführend, sondern Zulieferer ist. Aber wir sind sportlich grundsätzlich einer Meinung, zu 80, 90 Prozent habe ich so auch bei Blau-Weiß trainiert. Was viel mehr dazukommt, ist der Analysebereich. Der Staff besteht aus rund 50 Leuten, da musst du einmal deine Rolle finden und reinwachsen. Was ich an Frankfurt sehr schätze, ist das ständige Miteinander. Die Identifikation ist sehr groß.“

… einen möglichen Schlüsselmoment nach dem holprigen Start: „Die ganze Europa League war eigentlich ein Schlüsselmoment. Dieser Wettbewerb war sehr wichtig für uns. Vielleicht tun wir uns da auch einen Tick leichter mit der Art und Weise, wie wir unser Spiel anlegen.“

… die Euphorie: „Michael und ich können noch eher in der Anonymität verschwinden. Aber wenn wir mit dem Oli zwei Stunden in der Stadt auf einen Kaffee sind, muss er 100 Fotos machen. Die ganze Stadt lebt den Verein, das ist schon gigantisch.“

Mit Mega-Euphorie Durststrecke beenden

Die Finalisten haben einiges gemeinsam: Bei beiden Klubs herrscht vor dem Endspiel der Europa League in Sevilla eine Rieseneuphorie, beide werden von Zehntausenden Anhängern unterstützt und beide warten schon lange auf einen internationalen Titel: Den Hessen war dies das einzige Mal vor 42 Jahren im UEFA-Cup gelungen, den Schotten vor 50 Jahren im Cup der Cupsieger.

„Ich möchte Frankfurt-Fußball sehen, so wie gegen West Ham und Barcelona“, sagte Trainer Glasner, der auf Verteidiger Martin Hinteregger verzichten muss. Co-Trainer Brunmayr erwartete ein „ausgeglichenes Spiel, es wird auf die Tagesform und Kleinigkeiten ankommen“. Die Rangers hatten u.a. Dortmund und Leipzig ausgeschaltet.

Auch der oö. Sport-Landesrat Markus Achleitner fiebert mit: „Ganz Oberösterreich drückt euch und der Eintracht die Daumen, damit sich der Traum vom Titel erfüllt.“ Von 9. bis 16. Juli kommt die Eintracht auf Trainingslager nach Windischgarsten.

Von Christoph Gaigg

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