OÖ wirbt bei 5.000 Jobsuchenden für Ausbildung im Pflegebereich

Das AMS Oberösterreich und das Sozialressort des Landes werben jetzt aktiv für eine Ausbildung im Pflegebereich. Konkret werden von den aktuell rund 45.000 Jobsuchenden 5.000 angeschrieben, um sie über „Chancen im Gesundheits- und Sozialwesen“ zu informieren, teilte AMS-Geschäftsführer Gerhard Straßer am Dienstag in einer Pressekonferenz in Linz mit.

Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer (SPÖ) zeigte sich optimistisch, künftiges Pflegepersonal aus der Gruppe der „neuen Arbeitslosen wegen Corona“ gewinnen zu können. Gleichzeitig betonte sie, dass sich das Angebot einer finanzierten Ausbildung an alle Interessenten richte. Denn der Bedarf an Fachkräften sei angesichts der demografischen Entwicklung hoch. In den kommenden 20 Jahren werde sich die Zahl der Pflegebedürftigen in Oberösterreich um 45 Prozent auf 125.000 laut Gerstorfer erhöhen.

Doch sowohl Ausbildungs- als auch Arbeitsplätze in diesem Bereich sind hundertfach zu haben. Vergangenes Jahr starteten etwa 857 Personen eine Ausbildung (inklusive Behindertenbetreuung), 1.300 Plätze wurden angeboten. Und Ende Mai gab es in Oberösterreich mit 993 offenen Stellen mehr als doppelt so viele wie Arbeitssuchende (412).

Die 5.000 angeschriebenen Arbeitssuchenden werden in den kommenden Wochen u.a. von der Service- und Beratungsstelle für Ausbildungen in Sozial- und Gesundheitsberufen SoNe kontaktiert, um über Ausbildungsmöglichkeiten nähere Infos zu erhalten. „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt zur Umschulung“, warb SoNe-Geschäftsführer Martin König.

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