„OÖVP ist Partei des Mittelstandes und des kleinen Mannes“

Ländliche Hochburgen wurden ausgebaut, Comeback in den Städten

Aus dem Wahlergebnis vom Sonntag leitet OÖVP-LGF Hattmannsdorfer für Oberösterreich zweierlei ab. Gewählt würden Parteien mit einer klaren Vision und einem klaren Kurs, daher werde die OÖVP unter LH Thomas Stelzer weiterhin tun, was dem Land gut tut. Und: Die Menschen erwarten, dass nicht gestritten, sondern ordentlich gearbeitet werde, es gelte, über Parteigrenzen hinweg zusammenzuarbeiten.
Aus dem Wahlergebnis vom Sonntag leitet OÖVP-LGF Hattmannsdorfer für Oberösterreich zweierlei ab. Gewählt würden Parteien mit einer klaren Vision und einem klaren Kurs, daher werde die OÖVP unter LH Thomas Stelzer weiterhin tun, was dem Land gut tut. Und: Die Menschen erwarten, dass nicht gestritten, sondern ordentlich gearbeitet werde, es gelte, über Parteigrenzen hinweg zusammenzuarbeiten. © OÖVP

Aus dem Nationalratswahlergebnis vom Sonntag zieht OÖVP-Landesgeschäftsführer Wolfgang Hattmannsdorfer diesen Schluss: „Die Volkspartei ist die Partei des Mittelstandes und des kleinen Mannes, insgesamt gebe es „ein Comeback als Volkspartei bei Bundeswahlen.“

Als Beleg dafür führt er an, dass sich Wähler mit Lehre, mit BMS-Abschluss, mit Matura, aber auch mit Pflichtschulabschluss mehrheitlich für die ÖVP entschieden haben.

Einzige Volkspartei

Seit 2013 gebe es bei Bundeswahlen einen kontinuierlichen Aufwärtstrend, überhaupt sei die ÖVP „die einzige Volkspartei in der österreichischen Parteienlandschaft“. Man habe als OÖVP die Hochburgen im ländlichen Raum ausgebaut — so sei nun auch das Innviertel wieder von Blau auf Türkis umgefärbt worden, im Bezirk Braunau etwa gab es mit 8,7 Prozent das größte OÖVP-Plus im Bezirksvergleich —, das Comeback aber auch in den Städten geschafft, so Hattmannsdorfer. Jetzt habe es einen „historischen Kantersieg“gegeben, sagt der OÖVP-Geschäftsführer unter Verweis auf den Abstand von fast 15 Prozentpunkten zur zweitplatzierten SPÖ.

SPÖ sollte nachdenken

Apropos SPÖ: Deren Politikstil des Anpatzens und der Angriffe sei abgewählt worden, er hoffe, „dass man in der Parteizentrale SPÖ Oberösterreich nachdenklich wird“, sagt Hattmannsdorfer. Dessenungeachtet habe die ÖVP im Hinblick auf die Koalitionsverhandlungen „mit gar niemanden Berührungsängste, auch nicht mit der SPÖ, obwohl sie täglich Angriffe fährt“. Nachsatz: Es gebe aber „überall auch Hürden“. Im Übrigen müsse man nun einmal „schauen, wie sich die Parteien sortieren“, er etwa glaube, dass Pamela Rendi-Wagner in einer Woche nicht mehr rote Parteichefin sein werde.

Gefragt, ob das gute ÖVP-Ergebnis in den Städten im Hinblick auf die Landtagswahl 2021 eine Hypothek oder Ansporn sei, meinte der OÖVP-Landesgeschäftsführer, dieses Wahlergebnis sei „eine große Kraftquelle“. Dass es in den nächsten zwei Jahren mit der FPÖ im Land schwieriger werde, wenn die Bundes-Blauen in Oppostion sind, glaubt Hattmannsdorfer nicht: „Wir trennen die Ebenen sehr deutlich“.

Aus dem Wahlergebnis vom Sonntag leitet OÖVP-LGF Hattmannsdorfer für Oberösterreich zweierlei ab. Gewählt würden Parteien mit einer klaren Vision und einem klaren Kurs, daher werde die OÖVP unter LH Thomas Stelzer weiterhin tun, was dem Land gut tut. Und: Die Menschen erwarten, dass nicht gestritten, sondern ordentlich gearbeitet werde, es gelte, über Parteigrenzen hinweg zusammenzuarbeiten.Mit 36,8 Prozent hat die OÖVP bei Bundeswahlen das historisch beste Ergebnis erzielt, damit kommt sie im neuen Nationalrat auf elf Mandate (+1). Historisch groß ist mit fast 15 Punkten auch der Abstand zur zweitplatzierten SPÖ, die ein Mandat verliert und sieben Sitze hat. Die FPÖ büßt sogar drei Mandate ein und ist künftig mit fünf Abgeordneten in Wien vertreten, die Grünen kommen auf vier Mandate. In den Wählerströmen erkennt man für Oberösterreich zwei große Bewegungen: Etwas mehr als 52.000 Stimmen wanderten von der FPÖ zur ÖVP, 36.200 Stimmen holten sich die Grünen von der SPÖ.

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