OÖVP-Klubchefin sieht rot-grüne Angstmache

Kinderbetreuung sorgte wieder für Debatten

Die Ansichten der oberösterreichischen Landtagsparteien in Sachen Kinderbetreuung sind auf keinen gemeinsamen Nenner zu bringen.
Die Ansichten der oberösterreichischen Landtagsparteien in Sachen Kinderbetreuung sind auf keinen gemeinsamen Nenner zu bringen. © Lightfield Studios — stock.adobe.com

Im Landtagsbildungsausschuss stand am Donnerstag das Thema Kinderbetreuung — konkret die Evaluierung nach Einführung des Beitrages für die Nachmittagsbetreuung — auf der Tagesordnung, wobei es erwartungsgemäß keinen Konsens gab. Dass Landesrätin Christine Haberlander (OÖVP) über die Evaluierung umfassend berichtete, reichte SPÖ und Grünen nicht, sie wollten eine Offenlegung der Daten. Das Angebot von Haberlander, einen schriftlichen Bericht zu übermitteln, nahmen Rot und Grün aber nicht zur Kenntnis. Was wiederum OÖVP-Klubobfrau Helena Kirchmayr zum Kopfschütteln veranlasste: „Wenn eingeforderte Berichte nicht gelesen werden wollen, zweifle ich schon am Interesse an der Sache, nämlich einer guten Weiterentwicklung der Kinderbetreuung in OÖ.“ Nach Ansicht von Kirchmayr spiegle die Evaluierung „deutlich wider, dass die Kinderbetreuung gut aufgestellt ist. Wir nehmen zur Kenntnis, dass dies offenbar nicht von allen so akzeptiert werden kann“. Die OÖVP-Klubobfrau verweist darauf, dass „entgegen der inszenierten Angstmache anderer Parteien“ das Angebot nach Einführung des Nachmittagsbeitrages in 96,2 Prozent der Gemeinden gleich geblieben sei, 11,4 Prozent der Kinder seien — „aus unterschiedlichsten Gründen“ — abgemeldet worden. Mit den Beiträgen für die Betreuung am Nachmittag könne der kontinuierliche Ausbauweg weiter gegangen werden.