OP-Tisch-Defekt: Patient tot

Mann war schon vor Eingriff in schlechter Verfassung – Obduktion

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GRAZ – Jener Patient, der im Juni im Grazer LKH kurz vor einem Eingriff vom OP-Tisch gerutscht war, ist in der Nacht auf Mittwoch verstorben, bestätigte KAGES-Sprecher Reinhard Marczik. Das Spital reicht nun bei der Staatsanwaltschaft eine Sachverhaltsdarstellung ein. Eine Obduktion wurde angeordnet. Der Patient soll bereits vor dem Zwischenfall in einem sehr schlechten Gesundheitszustand gewesen und durch das Abrutschen vom OP-Tisch auch nicht verletzt worden sein.

Die Ursache für den Zwischenfall sei nach wie vor nicht geklärt, ausschließen könne man laut KAGES aber einen mechanischen Defekt. Es sei jedoch noch unklar, ob es ein IT- oder ein menschlicher Fehler war. Die Ursache für den Zwischenfall dürfte zwischen Tischauflage und -fuß zu suchen sein. Solange der Sachverhalt nicht geklärt sei, wird das Zimmerbett komplett steril gemacht und kommt in den OP-Saal, wo der Patient direkt auf die Auflage des OP-Tisches gehoben wird.