ORF-Kultursommer bietet mehr als 500 Stunden Programm

Mit mehr als 500 Stunden Programm von über 35 Schauplätzen in ganz Österreich lädt der ORF zum Kultursommer. Das öffentlich-rechtliche Medienhaus wartet mit ca. 60 TV-Übertragungen und -produktionen in ORF 2, ORF III und 3sat, 160 Konzertproduktionen und Übertragungen in Ö1 sowie zahlreichen begleitenden Dokumentationen, Porträts und Gesprächsformaten auf. Neben altbewährten Fixpunkten wie den Festspielen in Salzburg, Bregenz oder Grafenegg steht auch so manche Neuerung an.

„Wir präsentieren, was Österreich ist: eine Kunst- und Kulturnation“, zeigte sich ORF-Generaldirektor Roland Weißmann am Mittwoch bei der Präsentation des Kultursommers in Wien erfreut. Die vielen Stunden Programm bezeichnete er als „Ticket, mit dem Sie von Bregenz bis zum Neusiedler See kommen“. Zudem seien sie ein „beeindruckender Beweis“ dafür, warum es die ORF-Gebühr gebe.

Eröffnet wird der heurige ORF-Kultursommer mit dem Sommernachtskonzert der Wiener Philharmoniker aus Schönbrunn (16. Juni), das nach zwei Pandemiejahren wieder mit voller Publikumsbesetzung stattfinden kann. Auch Ende des Monats (30. Juni) begibt sich der ORF wieder ins Royale, wenn im Ehrenhof des Schlosses die konzertante TV-Premiere des Musicals „Elisabeth“ ansteht. Fixpunkt im Juni ist auch die „Sommernachtsgala“ aus Grafenegg (24. Juni). Aus der niederösterreichischen Gemeinde wird auch die Festivaleröffnung mit Beethovens „Fidelio“ (14. August) als konzertante Aufführung mit Opernstar Jonas Kaufmann sowie der Festivalabschluss mit Rudolf Buchbinder (11. September) gezeigt.

Von den Salzburger Festspielen präsentiert der ORF heuer u.a. zwei Operninszenierungen: Giacomo Puccinis Opernzyklus „Il trittico“ (29. Juli) und Barrie Koskys Neuinszenierung von Leos Janaceks „Kát’a Kabanová“ (13. August). Etwas weiter westlich steht bei den Bregenzer Festspielen ebenfalls Puccini auf dem Programm. Gezeigt wird die Oper „Madame Butterfly“ (22. Juli) als neue Seebühnenproduktion. Auch die diesjährige neue Hausoper in Bregenz – Umberto Giordanos „Sibirien“ – wird im ORF zu hören (21. Juli) und später zu sehen (31. Juli) sein. Elisabeth Sobotka, Intendantin der Bregenzer Festspiele, lobte die Partnerschaft mit dem ORF. Sie mache Lust auf das Livegeschehen und rücke Bregenz – das doch weit weg von Wien sei – ins Zentrum Österreichs. Von der Oper im Steinbruch St. Margarethen wird der Verdi-Klassiker „Nabucco“ (13. Juli) livezeitversetzt gezeigt.

Nicht fehlen dürfen natürlich Übertragungen vom Wiener Donauinselfest (24. bis 26. Juni), den 46. Tagen der deutschsprachigen Literatur, in deren Rahmen der renommierte Ingeborg-Bachmann-Preis in Klagenfurt vergeben wird (23. bis 26. Juni), oder auch der Österreichische Filmpreis, der heuer am 30. Juni im Rahmen einer Gala in Grafenegg verliehen wird.

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„Die Kulturfamilie wächst“, meinte Weißmann mit Blick auf Neuzugänge für den Kultursommer. Erstmals mit von der Partie sind heuer die Taggenbrunner Festspiele in Kärnten, wobei mehrere Konzertabende im Juli von ORF III und Ö1 einem breiterem Publikum zugänglich gemacht werden. Zum zehnjährigen Jubiläum wird der ORF auch erstmals Europas größtes Brass-Festival – das „Woodstock der Blasmusik“ (1. und 2. Juli) in Oberösterreich – übertragen. Ebenfalls am 1. Juli und damit pünktlich zum Schulschluss im Osten Österreichs laden die Wiener Symphoniker zum musikalischen „Wiener Prater-Picknick“ auf der Kaiserwiese beim Riesenrad. Mit diesem „Volksfest der erlesenen Musik“ wolle man alle Publikumsschichten auf höchstem künstlerischen Niveau erreichen, erklärte Jan Nast, Intendant der Symphoniker. Klassische Musik und Pop sollen zusammenfinden.

Zum Ausklang des ORF-Kultursommers wird die Operette „Dubarry“ (4. September) aus der Volksoper Wien gezeigt. Es handelt sich dabei um die erste Premiere der neuen Saison unter Neo-Direktorin Lotte de Beer und zugleich den Auftakt zu einer verstärkten Zusammenarbeit mit dem ORF. Denn im Herbst sollen mit „La Cenerentola“ und der Premiere des Musiktheaterstücks „Jolanthe und der Nussknacker“ weitere Koproduktionen folgen.

FM4 stellt jeden Samstag von 13 bis 17 Uhr nationale wie internationale Highlights der Open-Air-Festivalsaison vor. Auf orf.at ist eine Reihe von Specials geplant – darunter ein Sonderkanal zu den Salzburger Festspielen sowie heuer auch zum ImPulsTanz-Festival.

Nicht nur der ORF, sondern auch ServusTV begleitet die Salzburger Festspiele. Der Privatsender zeigt an vier Donnerstagen mehrere Dokumentationen und Gesprächsrunden sowie eine Übertragung der Mozart-Oper „Die Zauberflöte“ (11. August, 20.15 Uhr). Durch die „Salzburger Festspieltalks“ führen Michael Fleischhacker und Ioan Holender, wobei dabei unterschiedlichste Künstlerinnen und Akteure aktueller Festspiel-Produktionen zu Wort kommen. Die Dokumentation „Jedermanns Kinder – Das Sommercamp der Festspiele“ (11. August, 23.15 Uhr) betrachtet das berühmte Stück aus der Perspektive von Kindern.

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