P. D. James: Der Mistelzweig-Mord

Zu einem gelungenen Weihnachtsfest gehört auch ein guter Krimi. Das ist Tradition in Großbritannien. Auch P.D. James (1920-2014), eine der bedeutendsten Autorinnen britischer Kriminalliteratur, beteiligte sich daran.

Unter dem Titel „Der Mistelzweig-Mord“ sind nun mehrere ihrer Geschichten gemeinsam herausgegeben worden. Drei der vier Erzählungen sind erstmals in deutscher Übersetzung zu finden. In der Titelgeschichte „Der Mistelzweig-Mord“ tritt James auch als handelnde Figur und Ich-Erzählerin in Erscheinung und klärt einen Mord auf.

Die zweite Geschichte, „Ein ganz banaler Mord“, erzählt die Erlebnisse eines Mannes, der eher zufällig Zeuge wird, dass eine Frau regelmäßig Besuch von ihrem Liebhaber bekommt. Eines Abends wird die Frau ermordet, und ihr Liebhaber steht bald darauf unter Mordverdacht vor Gericht. Der Beobachter könnte dem Angeklagten ein Alibi geben, überlegt aber hin und her, welche Konsequenzen es für ihn gäbe, wenn er eine Aussage machte.

Die dritte Geschichte, „Das Boxdale-Erbe“ aus 1979, und das abschließende „Die zwölf Weihnachtsindizien“ von 1996 sind wieder klassische Weihnachtskrimis. In beiden Fällen stirbt ein alter Mann während des Weihnachtsfestes auf dem Land unter seltsamen Umständen. Die vier Erzählungen bieten beste britische Kriminalliteratur traditioneller Art.

P.D. James: Der Mistelzweig-Mord. Droemer Verlag, 188 Seiten, 14,40 Euro

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