Pack die Badehose ein…

Mit Sack und Pack mit dem Auto zum Strand... Schwere Gegenstände sollten dabei immer möglichst weit unten eingeladen werden. Dabei gilt es darauf zu achten, dass das Fahrzeug nicht zu schwer wird. Das schadet nicht nur der Achse, sondern kann auch teuer werden. Außerdem sollten Kinder und Tiere nie im Auto alleine gelassen werden. Dies kann schnell lebensbedrohlich werden, weil die Luftzirkulation nicht gewährleistet ist. Ein Fenster offen zu lassen reicht nicht! © magdal3na -stock.adobe.com

Von Verena Schöberl

Pack die Badehose ein, nimm dein kleines Schwesterlein… doch wie sollte man Badehose und Co. am besten verstauen und wohin mit den vollen Koffern im Auto? Das VOLKSBLATT hat die wichtigsten Tipps für Reisen mit dem Auto und dem Flugzeug zusammengetragen. Im Auto lautet die Devise „schwere Gegenstände nach unten und trotzdem die Gurte der Rücksitzbank schließen egal ob dort jemand sitzt oder nicht“, weiß Dieter Lepschy, Techniker beim ÖAMTC. Dachboxen sind eigentlich für den Skitranspoort konzipiert und nicht dafür gedacht die Ladung bei Vollbremsung aufzufangen deshalb sollte man Ladung in der Dachbox extra gut verzurren und nur leichte Gegenstände in ebendiese laden.

Außerdem sollte man das zulässige Gesamtgewicht des Autos im Auge behalten. „Zu schwere Autos können im Ausland richtig teuer werden oder die Weiterfahrt wird untersagt“, weiß Lepschy. Auch die Höhe der Fahrzeuge sollte man speziell bei Reisen mit Dachbox, dem Wohnmobil oder dem Wohnwagen im Hinterkopf behalten „Fährt man in eine Tiefgarage können schon fünf Zentimeter zu wenig sehr schmerzlich sein“, erklärt Lepschy. Er rät, einen Aufkleber ins Auto zu kleben, um nicht darauf zu vergessen, dass das Auto höher ist. Vor einer längeren Urlaubsfahrt sollte man die Fahrzeuge außerdem durchchecken lassen. „Lange Urlaubsreisen sind auch für das Auto anstrengend.

Dementsprechend gehört es vorher durchgecheckt. Ansonsten kommt es in der schönsten Zeit des Jahres zum großen Nachsehen“, so der ÖAMTC-Techniker. Speziell Komponenten, die stark beansprucht werden, sollte man anschauen lassen und auch darauf achten, dass in den Reifen der richtige Druck drin ist. „Falscher Reifendruck kann zu Reifenplatzern führen“, erklärt Lepschy.

Fast jedes Land hat eigene Vorschriften was man im Auto unbedingt dabei haben muss. In beinahe jedem europäischen Land gilt eine Warndreieck-Pflicht. In einigen Ländern, wie beispielsweise in der Türkei und in Zypern, müssen sogar zwei Warndreiecke mitgeführt werden. In Tschechien, Kroatien, Serbien und Montenegro ist das Mitführen von Leuchtmitteln, die man selbst tauschen kann, vorgeschrieben. Ist man in der Slowakei, in Tschechien, Ungarn, Montenegro, Serbien oder Spanien unterwegs, muss ein Ersatzreifen im Auto parat sein. Ist dieser nicht serienmäßig vorhanden, gehört stattdessen ein Reparaturset oder -spray zur Grundausstattung. Im Baltikum, in Bulgarien, Griechenland, Montenegro, Polen, Rumänien, Russland und in der Türkei gehört der Feuerlöscher zum verpflichtenden Repertoire. In Bosnien-Herzegowina, Mazedonien und Serbien ist außerdem, ein Abschleppseil vorgeschrieben. In vielen Nicht-EU-Ländern müssen Autofahrer zudem die Grüne Versicherungskarte vorweisen können.

Der ÖAMTC rät jedoch auch innerhalb der EU-Grenzen zur Mitnahme, um sich mühsame Diskussionen bei Kontrollen zu ersparen. „Diese Dinge sollte man im Kofferraum nicht ganz unten verstauen. Im Falle des Falles kommt man so besser dazu und auch bei einer Verkehrskontrolle muss man nicht den zuerst den ganzen Kofferraum ausräumen, um die benötigten Dinge vorweisen zu können“, so Lepschy. Auch Trinken und kleine Snacks sollte man bei längeren Autofahrten in Griffweite haben. Um längere Staus zu vermeiden gilt es außerdem immer die Verkehrsinformation im Auge zu behalten.

Kinder niemals alleine im Auto lassen

Fahren Kinder mit in den Urlaub müssen sie auf der Urlaubsfahrt im Kindersitz sitzen und dem Alter entsprechend gesichert sein. Außerdem mahnt der Experte Kinder und Haustiere nie alleine im Auto zu lassen: „Auch wenn man nur kurz weg ist, die Temperaturen im Innenraum steigen schnell an. Man hat keine Luftzirkulation auch wenn das Fenster im Fahrzeug offen ist und das wird schnell lebensbedrohlich.“
Mit Kindern sollte man außerdem öfter mal Pause machen und genug Animation mithaben. Der ÖAMTC empfiehlt außerdem schon bei der Reiseplanung mit Stau zu rechnen und keine „Streckenrekorde“ aufstellen zu wollen. „Es bringt nichts wenn man zwei Tage braucht, um sich von der Fahrt zu erholen. Lieber einmal öfter Pause machen und entspannt am Urlaubsort ankommen“, so Lepschy.

Bei Warteschlangen links anstellen

Delia ist Stewardess und weiß worauf es bei einer Flugreise ankommt. Auf ihrem Blog (www.delia-wings.de) finden sich zahlreiche Reisetipps und Hacks. Die richtige Vorbereitung beginnt schon bei der Flugbuchung: „Reist man zu zweit, kann man mit etwas Glück eine gesamte Sitzreihe für sich beanspruchen, wenn man bei einer Fenster-Dreierreihe den Fenster- und den Gangplatz bucht. Wenn der Flug nicht ausgebucht ist, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sich niemand auf den eher unbeliebten Mittelplatz setzt und falls doch kann man den Fluggast bitten, Plätze zu tauschen“, erklärt Delia im Gespräch mit dem VOLKSBLATT.

Auch Koffer packen will bedacht sein: „Um Platz im Koffer zu sparen, sollte man Kleidung am besten rollen. Shampoos und andere gelartige Produkte – im Handgepäck sind diese nur bis zu einer Größe von 100 ml erlaubt – sollte man gut in Plastik verpacken, da sie wegen der Druckveränderungen auslaufen oder aufplatzen können. Außerdem ist es hilfreich eine kleine digitale Waage dabei zu haben, um böse Überraschungen und hohe Kosten für Übergepäck am Flughafen zu vermeiden“, so der Tipp der Stewardess. Außerdem sollten auch immer ein paar kleine Snacks ins Handgepäck. „Ehe man wirklich an Bord den Service genießen kann, vergehen oft viele Stunden und die Flughafenpreise sind galaktisch. Hat man eine leere Flasche dabei, kann man diese meist hinter der Sicherheitskontrolle am Wasserspender auffüllen“, verrät Delia.

Beim Check-in am Flughafen (bei dem man sich übrigens schon rechtzeitig einfinden sollte) heißt es dann links anstellen. „Da die meisten Menschen Rechtshänder sind, stellen sie sich unterbewusst lieber auch rechts an. Um Zeit und Energie zu sparen sollte man also versuchen die Schlange ganz links zu nutzen. Dies gilt übrigens auch im Supermarkt, oder wo auch immer sich Schlangen bilden können“, schildert die Flugbegleiterin. Wem beim Gedanken an einem Flug schon Angst und Bange wird, der sollte unbedingt das Flugpersonal ansprechen. „Ich bin immer froh, wenn mich Passagiere mit Flugangst ansprechen, dann kann ich beruhigend einwirken. Oft hilft auch ein Blick ins Cockpit“, so die Stewardess.

Deo kann Feueralarm im Flugzeug auslösen

Wer sich während des Fluges frisch machen möchte, sollte dies mit Vorsicht tun: „Der Sprühnebel von Deo kann in der Bordtoilette den Feueralarm auslösen, und das ist sehr unangenehm. Der Alarm ist im ganzen Flugzeug zu hören, Lichter blinken und Flugbegleiter eilen zum Feuermelder, um einen möglichen Brand schnellstmöglich löschen zu können. Deo also lieber nicht in der Bordtoilette benutzen“, schmunzelt Delia.

Immer einen Schuh in den Hotelsafe“ – Delia Wings ist Stewardess und verrät ihre Reisetipps.

Wer nach der Landung schnell aus dem Flugzeug möchte oder muss, der sollte schon bei der Buchung eine vordere Sitzreihe wählen oder das Flugpersonal fragen, ob man sich für die Landung nach vorne setzen darf. Auch für die Zeit im Hotel hat die Stewardess noch Tipps parat: „Wer seinen Ladeadapter fürs Handy vergessen hat, schaut am

besten auf die Rückseite des Fernsehers. Die meisten Fernseher haben heutzutage einen USB-Anschluss, worüber das Handy geladen werden kann“.

Um bei der Abreise nichts im Hotelsafe zu vergessen, sollte man etwas reinlegen, was man auf jeden Fall ab Tag der Abreise braucht. „Ich lege immer einen meiner Uniform-Schuhe mit in den Safe. So kann es mir nie passieren, dass ich ohne meine Wertsachen in die Heimat fliege“, so Delia.

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