Palästinenser bei Kämpfen an Gaza-Grenze getötet

Bei gewaltsamen Auseinandersetzungen mit israelischen Soldaten ist nach palästinensischen Angaben ein Mann an der Gaza-Grenze erschossen worden. Weitere mehr als 40 Palästinenser seien verletzt worden, berichtete das Gesundheitsministerium in Gaza am Freitag. Nach Angaben der israelischen Armee versammelten sich rund 8.400 Palästinenser an verschiedenen Punkten am Grenzzaun.

Sie hätten Sprengsätze auf den Grenzzaun geworfen sowie Steine auf den Zaun und Soldaten. Palästinenser hätten Reifen in Brand gesetzt. Die Soldaten hätten entsprechend reagiert, um die Unruhen aufzulösen, sagte ein Sprecher. Dabei sei auch den Vorgaben entsprechend geschossen worden.

Am Nachmittag waren zudem nach Armeeangaben zwei Menschen aus dem Gaza-Streifen nach Israel eingedrungen. Bei der weiteren Untersuchung seien eine Granate und ein Messer gefunden worden.

Seit Ende März 2018 sind nach Angaben des Ministeriums bei Protesten an der Gaza-Grenze rund 260 Palästinenser getötet und Tausende verletzt worden. Die Demonstranten fordern unter anderem ein Ende der seit mehr als einem Jahrzehnt andauernden Blockade des Palästinensergebiets am Mittelmeer.

Israel und Ägypten begründen die Blockade mit Sicherheitsinteressen. Die Hamas wird von der EU, Israel und den USA als Terrororganisation eingestuft. Im Gaza-Streifen leben rund zwei Millionen Menschen unter schwierigen Bedingungen. Es mangelt unter anderem an Trinkwasser und Strom.