Franziskus sprach den Menschen bei der Ostermesse Mut zu

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Zum zweiten Mal in Folge hat der Papst in einem fast menschenleeren Petersdom am Ostersonntag die Ostermesse gefeiert und den Segen Urbi et Orbi (der Stadt und dem Erdkreis) erteilt. Gläubige weltweit verfolgten den Gottesdienst über TV-Sender, Radiostationen und Livestreams.

Der Papst unterstrich, dass die Pandemie immer noch in vollem Gange sei und machte den betroffenen Personen Mut. Zugleich bat er angesichts vieler globaler Krisenherde um Frieden.

„Die Krise ist sehr schwer, besonders für die Ärmsten. Trotzdem nehmen die Konflikte kein Ende“, so der Papst. Er sprach seine Anteilnahme all jenen aus, die unter der Pandemie leiden, den Kranken und denjenigen, die einen geliebten Menschen verloren haben. Impfstoffe seien ein wesentliches Instrument im Kampf gegen die Pandemie.

„Im Sinne eines ‚Internationalismus der Impfstoffe‘ fordere ich daher die gesamte internationale Gemeinschaft auf, in gemeinsamer Anstrengung die Verzögerungen bei der Impfstoffversorgung zu überwinden und eine solidarische Verteilung, speziell mit den ärmsten Ländern, zu fördern“, sagte der Papst.

Franziskus sprach all jenen, die wegen der Pandemie ihre Arbeit verloren haben, Mut zu. „Der Herr lenke das Handeln der Behörden, damit allen, besonders den bedürftigsten Familien, die notwendigen Hilfen für einen angemessenen Lebensunterhalt angeboten werden. Die Pandemie führte leider zu einem dramatischen Anstieg der Zahl der Armen und zur weiteren Verzweiflung Tausender Menschen auf der Welt “, so der Papst.

Er richtete an die Gläubigen einen Appell für den Frieden. Der Papst würdigte insbesondere die Menschen in Myanmar, „die sich für die Demokratie starkmachen und sich friedlich Gehör verschaffen, da sie wissen, dass Hass nur durch Liebe vertrieben werden kann“. Der Papst sprach auch das Thema Migration an und plädierte für Frieden in Syrien, im Jemen und in Libyen.

Franziskus sprach zudem von seiner Irak-Reise vom 5. bis zum 8. März. Er bete darum, dass der Irak den eingeschlagenen Weg des Friedens fortsetzen könne. Der Papst rief die Regierenden in aller Welt dazu auf, den neuen Rüstungswettlauf einzudämmen. Er drückte den vielen Christen seine Nähe aus, die das Osterfest unter großen Einschränkungen feiern, mitunter sogar ohne die Möglichkeit, an den liturgischen Feiern teilzunehmen.

Für gläubige Christen ist Ostern das wichtigste Fest im Kirchenjahr. Am Gründonnerstag hatte Franziskus gemeinsam mit rund 200 Gläubigen im Petersdom die Chrisammesse gefeiert. Wichtigster Programmpunkt am Karfreitag war der Kreuzweg auf dem Platz vor dem Petersdom. In der Osternacht am Karsamstag rief der Pontifex die Gläubigen auf, in der langwierigen Coronakrise die Hoffnung nicht zu verlieren. „In diesen dunklen Monaten der Pandemie hören wir den auferstandenen Herren, der uns einlädt, neu anzufangen und niemals die Hoffnung zu verlieren“, sagte das 84 Jahre alte Oberhaupt der katholischen Kirche im Petersdom.

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