Papst-Kritik am Vaterunser

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Papst Franziskus sieht auch beim wichtigsten Gebet der Christen Reformbedarf: Die Fassung der Vaterunser-Bitte „Und führe uns nicht in Versuchung“ gefällt dem Heiligen Vater nicht. Dies sei „keine gute Übersetzung“, sagte er am Mittwoch in einem Interview des italienischen Senders TV2000. Denn es sei nicht Gott, der den Menschen in Versuchung stürze, um zu sehen, wie er falle. „Ein Vater tut so etwas nicht: ein Vater hilft sofort wieder aufzustehen. Wer dich in Versuchung führt, ist Satan.“ Franziskus verwies auf einen Beschluss der französischen Bischöfe, die offizielle Übersetzung zu ändern.
Die bislang offizielle Übersetzung der besagten Passage des Vaterunser wird schon jetzt von manchen Exegeten so übersetzt: „Und lass uns nicht in Versuchung geraten.“