Papst nahm in Rollstuhl an Trauerzeremonie teil

Papst Franziskus hat am Dienstag, im Rollstuhl sitzend, im Petersdom im Vatikan an der Trauerfeier zu Ehren des am Freitag verstorbenen Kardinals Angelo Sodano teilgenommen.

Die Zeremonie für den langjährigen Kardinalstaatssekretär der Päpste Johannes Paul II. (1978-2005) und Benedikt XVI. (2005-13), wurde von Kardinal Giovanni Battista Re, Dekan des Kardinalskollegiums, zelebriert. Anwesend waren laut dem Vatikan insgesamt 36 Kardinäle und circa 40 Bischöfe und Erzbischöfe.

Der Papst leidet seit Wochen an einer Knie-Arthrose. Seit einiger Zeit benützt Franziskus recht häufig einen Rollstuhl; zuletzt stützte er sich teils auch auf einen Stock, um sein rechtes Knie zu entlasten.

Sodano starb am späten Freitagabend im Alter von 94 Jahren in einer Klinik in Rom. 50 Jahre war der gebürtige Norditaliener im päpstlichen diplomatischen Dienst tätig. 1991 ernannte Johannes Paul II. ihn zu seinem Kardinalstaatssekretär, also quasi zu seinem Außenminister, und damit zweitwichtigsten Mann im Vatikan. Unter Benedikt XVI. blieb Sodano Kardinalstaatssekretär für eineinhalb Jahre.

In den letzten Monaten der Amtszeit von Johannes Paul II. gehörte Sodano mit dem späteren Papst Benedikt XVI., Kardinal Joseph Ratzinger, und dem päpstlichen Privatsekretär Stanislaw Dziwisz zu jenen, die die katholische Kirche faktisch leiteten.

Im Herbst 2006 ernannte Benedikt XVI. Kardinal Tarcisio Bertone zu Sodanos Nachfolger. Als langjähriger Dekan und damit Vorsitzender des Kardinalskollegiums behielt Sodano aber weiter großen Einfluss im Vatikan.

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