Pariser Notre-Dame erhält Vorplatz mit besserem Mikroklima

Der neue Vorplatz von Notre-Dame © APA/STUDIO ALMA/HANDOUT

Bäume, Rasen und dezentes Wasserspiel: Der Vorplatz der Pariser Kathedrale Notre-Dame und die über vier Hektar große Fläche, die das Wahrzeichen der französischen Metropole umgeben, sollen zu einer grünen Lunge werden. Für 50 Millionen Euro soll der belgische Star-Landschaftsarchitekt Bas Smets sie klimafreundlich gestalten.

Man werde die Anzahl der Bäume von 130 auf über 300 erhöhen, sagte der 47-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Dabei spielt die Perspektive eine bedeutende Rolle. Denn der Platz soll so gestaltet werden, dass die Sicht auf das über 850 Jahre alte Gotteshaus frei bleibt.

Schatten, Wind und Wasser: Damit will der Belgier ein Mikroklima um die Kathedrale herum schaffen. Eine dünne Wasserschicht von fünf Millimetern soll sich über den Vorplatz verteilen. Zur Abkühlung während der heißen Sommerstunden. Aber nicht nur. Wie er meint, werde sich darin auch die Westfassade widerspiegeln. Die Tiefgarage im Untergeschoss soll zum Empfangszentrum für Besucher umgewandelt werden, einen Zugang zur Krypta haben und sich hin zur Seine öffnen.

Bei einem am 15. April 2019 ausgebrochenen Großbrand wurde die Kathedrale schwer beschädigt. Der französische Präsident Emmanuel Macron will – zumindest teilweise – die Kathedrale bis 2024 wieder für Besucher öffnen, pünktlich zum Beginn der Olympischen Sommerspiele in Paris am 26. Juli.

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