Corona-Krise: Parks und Spielplätze bleiben – vorerst – offen

Die Spielplätze und Parks in Österreich dürfen trotz der Coronakrise vorerst geöffnet bleiben. „Wir werden – derzeit – keinen zentralen Erlass für Schließungen machen“, sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober am Donnerstag – dies könne sich aber noch ändern.

Gemeinsam mit Innenminister Karl Nehammer appellierte er dringend an die Bevölkerung, die 1-Meter-Abstandsregel einzuhalten.

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Einzelne Gemeinden können freilich strengere Regeln erlassen, betonte man auf Nachfrage im Gesundheitsressort. Diese dürfen nach eigenem Ermessen Spielplätze oder Parks schließen.

„Der Ein-Meter-Grundabstand kann rettend sein“, betonte Anschober. „Das ist das wichtigste Grundprinzip.“ Man werde Parks und Spielplätze vorerst offenlassen – „mit dem dringenden Appell , gerade dort den Ein-Meter-Abstand einzuhalten“. Änderungen sind aber in Zukunft möglich: „Es kann durchaus sein, dass wir auch diese Frage noch einmal neu andiskutieren“, sagte der Gesundheitsminister.

Dringender Appell von Nehammer

Auch Nehammer sprach von einem „dringenden Appell“: „Die Ein-Meter-Sicherheitsregel ist nicht irgendeine, sondern die dringende Empfehlung der Gesundheits-Experten und Expertinnen, damit wir eine Chance haben, das Virus einzudämmen, damit ältere Menschen nicht sterben müssen.“

„Es ist möglich, hinauszugehen, aber eigenverantwortlich darauf zu achten, dass man niemanden gefährdet und infiziert“, sagte Nehammer. An „alle, die jetzt die Sonnenstrahlen genießen, Sport betreiben: Alle tragen Mitverantwortung, dass sich das Virus nicht ausbreitet“. Sollte der Ein-Meter-Abstand unterschritten werden, „wird die Polizei einschreiten, informieren, und bei Nicht-Befolgen handeln“.

Eine Klarstellung gab es am Donnerstag seitens des Gesundheitsressorts betreffend der Spaziergänger-Regel: Das Auto darf man zur Anreise zum Spaziergang oder Luftschnappen weiterhin verwenden. Verboten ist nach wie vor, Öffentliche Verkehrsmitteln zu nutzen, um derartigen Freizeitaktivitäten nachzugehen. Dieses Verbot ist in der Verordnung zu den „Ausgangsbeschränkungen“ klar festgehalten.

Grundsätzlich zeigten sich die beiden Minister über die Mitwirkung der Österreicher an den Maßnahmen sehr zufrieden. „Wir sehen, dass alle großartig mitmachen“, dies sei „fantastisch“, sagte Anschober. Das Befolgen der Einschränkungen sei „der einzige Weg, dass man italienische, lombardische Verhältnisse vermeidet“. Nehammer verwies darauf, dass der öffentliche Verkehr bereits um 90 Prozent zurückgegangen sei. An die Bevölkerung richtete er seinen „großen Dank“.

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