Parkschäden unbedingt melden

Mobilitätstipp von ÖAMTC-Juristin Helene Seebacher

„Wenn man einen Parkschaden verursacht und der Geschädigte nicht vor Ort ist, sodass ein Datenaustausch nicht möglich ist, muss der Schaden unverzüglich bei der nächsten Polizeiinspektion gemeldet werden. Eine Benachrichtigung hinter den Scheibenwischer zu klemmen ist nicht ausreichend“, sagt ÖAMTC-Juristin Helene Seebacher.

Das Unterlassen oder auch die verspätete Abgabe der Unfallmeldung auf der nächsten Polizeidienststelle, wird – je nach Bundesland – mit bis zu drei Verwaltungsstrafverfahren verfolgt. In der Praxis muss man bei erstmaliger Begehung mit bis zu 450 Euro rechnen. „Besonders ärgerlich wird die Angelegenheit, wenn man den Anstoß beim Parkvorgang gar nicht bemerkt hat und dieses Delikt unbewusst begangen hat.

Denn das muss man erst einmal der Behörde oder dem Verwaltungsgericht beweisen“, sagt Seebacher. Verliert man dieses Verfahren, kommen noch einmal zehn bis 20 Prozent Verfahrenskosten hinzu. Bei der Kaskoversicherung läuft man darüber hinaus Gefahr, dass diese leistungsfrei wird.

Wer selbst Opfer eines Parkschadens wird, sollte sich zunächst nach Zeugen umsehen und Passanten befragen. Anschließend ist Anzeige bei der Polizei zu erstatten, um die nötige Bestätigung für die Versicherung zu erhalten.

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