Passagierzahlen bei den ÖBB durch Coronapandemie halbiert

Die Coronakrise hat die Auslastung der ÖBB-Züge halbiert. “Geisterzüge” wie zum Höhepunkt des Pandemie-Stillstands sind aber nicht mehr unterwegs. Im Nahverkehr liegt die Auslastung derzeit bei 50 bis 60 Prozent verglichen zur “Vor-Corona-Zeit”. Im Fernverkehr ist die Auslastung aktuell etwa halb so hoch wie vor Ausbruch der Coronapandemie. Das teilten die ÖBB auf APA-Anfrage mit.

Immerhin vor den Ferien im Juni waren die Züge im Nahverkehr etwas stärker belegt als im Juli und wohl über die restlichen Ferien, hieß es. Je nach Zug kann es bei der Sitzplatzbelegung jedenfalls ganz unterschiedlich ausschauen. “Gerade auf einigen Auslandsverbindungen spüren wir das Ausbleiben der internationalen Touristen im Sommer besonders stark”, sagte ein Sprecher über die Auslastung im Fernverkehr.

Mit Anfang August gehen wieder alle “Nightjet”-Linien – also Nachtzüge – der Bundesbahnen in Betrieb. Hier seien die Buchungen bei einigen Verbindungen “schon recht gut”. Die Coronakrise zeige, dass Kunden weniger gern in Flugzeuge steigen würden. “Da punktet der Nachtzug besonders”, sagt der ÖBB-Sprecher. Die Schlafwagen seien “sehr gut gebucht”. Das Angebot der Privatabteile im Liege- und Sitzwagen werde “gut angenommen”.

Wie hoch die Auslastung der Züge grundsätzlich ist – also wie hoch die Auslastung vor Corona war und wie hoch sie jetzt im Durchschnitt ist -, gaben die ÖBB auf Anfrage nicht bekannt. Man verwies darauf, dass die Züge ganz unterschiedlich voll sein können.

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