Paul Weller: Fat Pop. Volume 1

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Seine Fans nennen Paul Weller liebevoll „Modfather“ oder sogar „Godfather of Britpop“. Zumindest auf der Insel ist der Engländer eine lebende Legende. Zum Ikonenstatus des fast 63-jährigen Weller wird auch sein neues, 16. Soloalbum wieder beitragen.

Dabei bietet „Fat Pop (Volume 1)“ gar nichts grundlegend Neues — im Gegensatz etwa zum schnittigen Mod-Punkpop im Youngster-Trio The Jam (bis 1982), zur eigenen Neuerfindung mit seidigem Jazz und Soul im Projekt The Style Council (bis 1989) oder zum erhabenen Folkrock von „Wild Wood“ (1993).

Diesmal mischt Weller typische Stilelemente einer gut 40-jährigen Laufbahn zu einem kompakten Werk voller Dreiminüter, das seinen Titel zu Recht trägt. „Fetter Pop“ halt, eine Platte voller potenzieller Radiohits, vergleichbar mit den Klassikern „Stanley Road“ (1995) und „Wake Up The Nation“ (2010), und einer der buntesten Edelsteine seiner Karriere.

Und damit so unterhaltsam, dass man gar nicht erst auf die Idee kommt, diesem fleißigen Musiker Überproduktion vorzuhalten. Die zwölf gewohnt sorgfältig produzierten Stücke werden wieder mal von Wellers phänomenaler Stimme getragen.

Wer ihn etwa im von Streichern gesäumten „That Pleasure“ oder „In Better Times“ hört, wird sich bestätigt fühlen: Dieser Sänger aus der nihilistischen Punkgeneration zählt zu den größten der britischen Pophistorie.

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