Pet Shop Boys: Hotspot

David Bowie hat es getan, Depeche Mode und U2. Die „Berlin-Alben“ dieser Pop-Ikonen — „Heroes“ (1977), „Some Great Reward“ (1984), „Achtung Baby“ (1991) — gehören zu ihren besten Werken. Nun reihen sich auch die Pet Shop Boys bei den großen Musikern ein, die von der Atmosphäre der (längst legendären) Hansa Studios am Potsdamer Platz zu einer starken Platte inspiriert wurden.

Ob „Hotspot“ wie die oben Genannten ein Klassiker wird, muss sich erst noch zeigen. Der Titel dürfte nicht zufällig gewählt sein, denn Sänger Neil Tennant (65) und Tastenzauberer Chris Lowe (60) schätzen die deutsche Hauptstadt.

Die zehn Tracks umfassende Songsammlung enthält alles, was langjährige Fans des englischen Elektropop-Duos lieben: eingängige Melodien zwischen Dancefloor-Euphorie („Happy People“) und nachmitternächtlicher Melancholie („Only The Dark“), treibende House-Beats, liebevolle Großraumdisco-Zitate („Monkey Business“), bittersüße Balladen — und tolle Texte voll schlauer Ironie.

„Very sophisticated“, wie der Brite sagt — also sehr weltklug und elegant. Man fühlt sich an die Musik der Pet Shop Boys in den 80er- und 90er-Jahren erinnert, als sie mit Welthits wie „West End Girls“, „Suburbia“ und „It’s A Sin“ die Tanzflächen beherrschten. Rund 100 Millionen Tonträger sollen sie seit ihrer Gründung vor fast 40 Jahren verkauft haben.

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