Pfizer kürzt Lieferungen an Italien um 29 Prozent

Wegen Verzögerungen bei der Produktion des Corona-Impfstoffs hat der Pharmakonzern Pfizer nach Angaben der italienischen Regierung angekündigt, seine Impfstofflieferungen ab Montag um 29 Prozent zu kürzen.

Für wie lange dies gelten werde, habe der Pharmakonzern nicht mitgeteilt, teilte der Covid-Sonderbeauftragte Domenico Arcuri am Freitagabend mit.

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Er habe sich angesichts der „Ernsthaftigkeit und des unglaublichen Timings“ der Mitteilung bei dem Konzern beschwert. Sollte es keine Reaktionen geben, will Italien rechtliche Schritte gegen Pfizer unternehmen, berichtete Arcuri in einer Presseaussendung.

Die Ankündigung Pfizers ist ein harter Schlag für Italien am Tag, an dem im Land die Zahl von einer Million geimpfter Personen überschritten wurde. Italien wollte dieser Tage mit der Verteilung des Impfstoffes an Personen über 80 Jahre beginnen, die außerhalb von Seniorenheimen leben.

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Bisher wurde das Gesundheitspersonal und Patienten von Altenheimen geimpft. Italien, das auch Impfdosen vom Pharmakonzern Moderna erhalten hat, will bis Ende April mindestens 15 Millionen Menschen impfen. Daher wurde das Gesundheitspersonal stark aufgestockt.

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