Pflegegeld ab Stufe I erhöhen

Seniorenbund-Landesobmann Pühringer: Müssen die Pflege zu Hause stärken

Seniorenbund-Landesobmann Josef Pühringer drängt darauf, dass das Pflegegeld nicht wie geplant ab der Stufe IV, sondern bereits ab der Stufe I erhöht wird. Für Pühringer ist das notwendig, um die Pflege zu Hause zu stärken. Immerhin würden 84 Prozent aller zu Pflegenden von ihren Angehörigen betreut. Die Nicht-Erhöhung des Pflegegeldes ab Stufe I treffe vor allem die pflegenden Angehörigen, „denn in diesem Bereich ist eine Aufnahme im Pflegeheim noch gar nicht möglich“. Pühringer rechnet vor, dass laut Bundesrechnungshof die Kosten für die Pflege zu Hause mit monatlich ca. 3500 Euro geschätzt werden, aber in einer Familie mit zwei Durchschnittspensionen und dem Pflegegeld diese Kosten nicht abgedeckt seien. Außerdem fordert der Seniorenbund-Chef eine regelmäßige Valorisierung des Pflegegeldes. Dieses habe seit der Einführung 1993 mehr als 30 Prozent Wertverlust erlitten, auch das sei stark zu Lasten der Pflege zu Hause gegangen. „Die meisten Menschen wünschen sich, so lange als möglich zu Hause leben zu können, allerdings muss für die Pflege in den eigenen vier Wänden oft auf Erspartes zurückgegriffen werden und nicht selten müssen Angehörige ihre eigene Erwerbstätigkeit zurückstellen“, konstatiert Pühringer.