Pflegereform darf nicht im Schatten stehen

„Die dramatische Situation in der Pflege darf nicht neuerlich aufgrund der prekären Situation im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie vergessen werden. Die bereits mehrmals angekündigte Pflegereform darf nicht im Schatten von Corona stehen“, verlangen Seniorenbund-Landesobmann LH a.D. Josef Pühringer und Landesgeschäftsführer Bundesrat Franz Ebner.

„Die Tatsache, dass mehr als 500 Betten – Tendenz steigend – in Alten- und Pflegeheimen trotz langer Wartelisten bei der Aufnahme aufgrund Personalmangels nicht belegt werden können, ist ein Alarmschrei.“

Auch pflegende Angehörige würden an ihre Grenzen kommen, weil im mobilen Pflegebereich das unterstützende Personal fehle. Das alles verlange „ein rasches Handeln, da nicht vergessen werden darf, dass neue Maßnahmen, wie zum Beispiel die Einführung der Pflegelehre eine relativ lange Vorlaufzeit haben“, so Pühringer.

Forderungen des Seniorenbundes

Der OÖ Seniorenbund verlange daher die Umsetzung mehrerer Punkte: Dazu gehören die Einführung der Pflegelehre, eine Aufwertung des Pflegeberufs, eine bessere personelle Ausstattung der mobilen Pflege sowie die Attraktivierung des Pflegeberufs für Umsteiger und Wiedereinsteiger.

Weiters fordert Pühringer eine Neueinstufung der Demenz bei der Feststellung der Pflegestufe, eine leistbare Finanzierung der 24-Stunden-Pflege sowie den Ausbau von Tagesbetreuungseinrichtungen.

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