Philharmonix: The Vienna Berlin Music Club (DG)

Mit Musik kann man alles machen. Ja, wenn man gute bis beste Musiker hat. Das ist der Fall bei der neuen CD, auf der sich sieben Stimmführer der Wiener und Berliner Philharmoniker zusammengefunden haben, um das originellste Gemisch Musik aus Klassik, Jazz, Folk, Pop, Latin und noch mehr zu insgesamt 14 neu kreierten Nummern zu „komponieren“. Hier kommt es nicht nur auf die Qualität der Musiker an, sondern auf den Erfindungsreichtum und Geschmack, wie etwa ein Daniel Ottensamer (Klarinettist), Sebastian Gürtler (Violine) oder ein Stephan Koncz (Violoncello) durch alle möglichen harmonischen, melodischen Veränderungen, Rhythmen, Transpositionen oder Modulationen die Notentexte teils bekannter Themen klanglich klonen. Das Resultat ist ein Geniestreich von Improvisationen. Allerdings findet sich unter den Arrangements auch Originalmusik etwa von Astor Piazzolla, Edvard Grieg, Erik Satie, Camille Saint-Saens oder Henry Mancini. Die beiden letzteren sind eine „Familien-Zusammenführung“ der berühmtesten Elefanten der Musikgeschichte: Der große Elefant aus Saint-Saens‘ „Karneval der Tiere“ (Kontrabass) trifft auf seinen Nachwuchs aus „Baby Elephant Walk“ von Mancini. Nicht allein diese Idee kann einen zum Schmunzeln verführen, wenn man sich auf das Vergnügen einlässt. Nicht alles Gespielte ist klassisch, aber alles hat Klasse. G. Sz.