Piloten ließen Air Berlin auch gestern hängen

Wieder blieben viele Kapitäne offiziell krankheitsbedingt dem Dienst fern – Fluggesellschaft appelliert an Personal und hofft auf Besserung

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Bei sehr vielen Flügen ging auch gestern bei den Air-Berlin-Schaltern wenig weiter. Kunden waren frustriert.
Bei sehr vielen Flügen ging auch gestern bei den Air-Berlin-Schaltern wenig weiter. Kunden waren frustriert. © dpa/hase

Der wilde Streik zahlreicher Piloten, die sich krank gemeldet haben, hat bei der Air Berlin auch gestern zu Flugausfällen und Chaos geführt. Schon am Dienstag waren rund 200 Piloten offiziell wegen Krankenstands dem Dienst fern geblieben, gestern erschienen wieder viele nicht zum Dienst. Nach Appellen des Managements und deutscher Politiker dürfte sich gestern im Verlaufe des Tages das Lazarett teilweise gelichtet haben, Air Berlin hofft heute auf halbwegs normalen Betrieb.

Zuvor hatte Airline-Chef Thomas Winkelmann auf die negativen Folgen verwiesen: „Potenzielle Investoren werden durch die gestrige und heutige Performance verschreckt“, so Winkelmann, der aber auch an die Mitarbeiter appellierte: „Unterstützt uns in dieser für das Unternehmen existenzbedrohenden Situation.“ Auch Verkehrsminister Alexander Dobrindt hatte sich entsprechen zu Wort gemeldet.

Die „Süddeutsche Zeitung“berichtete von einer in einer Messenger-Gruppe organisierten Aktion der Piloten, die sich auch gegen das Vorgehen der Air Berlin richte. So würde seitens der Krankgemeldeten argumentiert, dass zahlreiche in Bereitschaft stehende Piloten am Montag nicht aktiviert wurden, ebenso wenig Piloten aus dem Management, oder solche, die frei hatten. Zudem werden Gehaltseinbußen bei Übernahme durch Lufthansa und Eurowings befürchtet.