Pimkie ist insolvent – 76 Jobs und 13 Filialen betroffen

Das Handelsgericht Wien hat ein Konkursverfahren über die Modekette Pimkie bzw. deren Wiener P.M.A. Modehandels GmbH eröffnet. Zum Masseverwalter wurde der Wiener Rechtsanwalt Christof Stapf bestellt. Betroffen sind 76 Arbeitnehmer und 13 Filialen, die Schulden belaufen sich auf 2,3 Mio. Euro, berichteten die Gläubigerschutzverbände AKV, KSV und Creditreform Dienstagvormittag. Derzeit befinde sich die Belegschaft in Kurzarbeit.

Die Gehälter seien bis Dezember gezahlt worden. Ein Sanierungsplan werde nicht angestrebt, es sollen rund 60 Gläubiger betroffen sein (exklusive der Dienstnehmer). Alleingesellschafter ist die französische Diramode SAS. In Deutschland ist bei der Schwestergesellschaft, der Framode GmbH, ein Insolvenzverfahren anhängig.

Vor drei Wochen hatte die deutsche Modekette Adler Insolvenz angemeldet. Sie gehörte nach Eigenangaben zu den größten Textilhändlern in Deutschland. Die Gruppe setzte im Jahr 2019 knapp 500 Mio. Euro um und hat 24 Filialen in Österreich.

Der Textileinzelhandel spürt verstärkt die Konkurrenz durch den Onlinehandel, dazu kommen noch die Sperren wegen der Coronapandemie. Zuletzt hatte auch Branchenriese H&M ein Sparprogramm angekündigt. In Österreich soll der Textilhandel wieder ab 8. Februar aufsperren können.

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