Planks Traum wird doch wahr

„Echt verrückt“ — Wels-Karateka erhielt Ticket für Olympia-Premiere

Riesige Erleichterung: Nach einer verkorksten Saison darf Bettina Plank doch beim vielleicht einzigen Karate-Olympia-Event dabei sein. 2024 ist die Sportart schon wieder nicht mehr im Programm.
Riesige Erleichterung: Nach einer verkorksten Saison darf Bettina Plank doch beim vielleicht einzigen Karate-Olympia-Event dabei sein. 2024 ist die Sportart schon wieder nicht mehr im Programm. © Kremser/Karate Austria

„Aus und vorbei mit #roadtotokyo“, schrieb Bettina Plank am Samstag nach ihrem missglückten Quali-Turnier in Paris. Drei Tage später gab es doch ein Happy End.

Dank ihres Sieges bei den Euro- pean Games 2019 (und weil die Ergebnisse der Konkurrenz passten), erhielt die 29-jährige Wahl-Linzerin doch noch einen von nur zehn Olympia-Plätzen für die ungewohnte Klasse bis 55 kg.

„Vertrauen wieder finden“

„Jetzt kann ich mich schon freuen, am Anfang war das nicht der Fall, weil ich nicht das Gefühl hatte, es zu verdienen“, gestand die Karate-do-Wels-Athletin, als ihr das VOLKSBLATT zur Qualifikation gratulierte. „Echt verrückt.“

Corona-Erkrankung, schwache Leistungen, unglückliche Bewertungen — es war nicht das Jahr der Bettina Plank. Umso mehr gelte es, die verbleibenden acht Wochen optimal zu nutzen.

„Es ist ein sehr sensibles Thema. Priorität ist, dass ich wieder auf mich vertrauen kann.“ Erst dann will sie sich auch mit den Gegnerinnen beschäftigen. „Ich bin sicher Außenseiterin.“

Von Tobias Hörtenhuber

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