„Plötzlich waren alle Flüge abgesagt“

Linzerin Cornelia Commenda saß wegen Corona drei Monate in Taiwan fest

Ohne Maske geht in Taiwan nichts: Claudia Commenda mit Freund Alexander
Ohne Maske geht in Taiwan nichts: Claudia Commenda mit Freund Alexander © privat

Eigentlich hätte es ein zweimonatiger Sport- und Erlebnisurlaub werden sollen, den die Linzer Kunst- und Kulturvermittlerin Cornelia Commenda am 2. März angetreten hat.

Zuerst auf die Urlaubsinsel Bali zum Surfen und dann im April weiter nach Taiwan, wo sie vor zehn Jahren ein Auslandssemester absolviert hat und die restliche Zeit mit ihrem Freund Alexander verbringen wollte.

☣️➡️  Mehr zu diesem Thema ⬅️☣️

Doch aufgrund der Corona-Pandemie kam alles anders, der geplante Rückflug am 5. Mai war nicht mehr möglich. „Anfang April waren plötzlich alle Flüge abgesagt, es konnte niemand mehr ein- und auch nicht ausreisen“, schildert die 33-Jährige im Gespräch mit dem VOLKSBLATT.

Anfangs dachte die Kunst- und Kulturvermittlerin noch – unter anderem konzipiert und bietet sie Führungen und Workshops an – diese Phase werde nicht so lange dauern, wurde aber schnell eines Besseren belehrt. Also führte Cornelia Commenda mit ihren Kollegen von der OÖ. Landes-Kultur GmbH zahlreiche Videotelefonate, um sich über die diversen Projekte am Laufenden zu halten. Zudem erkundete das Paar die gesamte Insel, bis es schließlich vergangene Woche endlich mit dem Rückflug via Dubai mit Emirates klappte.

Von Lockerheit in Österreich überrascht

Seit Donnerstag vergangener Woche sind die Linzer wieder zu Hause und erlebten hier einen kleinen Kulturschock. „Während in Taiwan, das bei 23 Millionen Einwohnern insgesamt nur einige Hundert Infizierte aufweist, bis Oktober weiterhin die Maskenpflicht gilt und Fiebermessungen in Restaurants eine Selbstverständlichkeit sind, ist in Österreich schon wieder fast alles wie vor Ausbruch der Pandemie.“

Ihre unfreiwillig verlängerte Zeit im Fernen Osten hat Cornelia und Alexander zwar etwas nachdenklich gemacht, trotzdem dominieren die angenehmen Erinnerungen, vor allem an die Freundlichkeit und Aufmerksamkeit der Menschen. „Es gibt im Leben mehr Unwägbarkeiten, als den meisten bewusst ist. Deshalb sollte man dankbar sein und öfters mit einem Lächeln aufstehen.“

Wie ist Ihre Meinung?