Netanyahu gegen Hamas-Beteiligung an künftiger Gaza-Führung

Palästinensischer Premier will mit den Terroristen zusammenarbeiten © APA/AFP/POOL/LUDOVIC MARIN

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu schließt eine Beteiligung der Hamas an einer künftigen Regierung im Gazastreifen vehement aus. „Es wird keine Hamas geben – wir werden sie beseitigen“, schrieb Netanyahu am Freitag auf X. Er reagierte damit auf einen Vorschlag des palästinensischen Ministerpräsidenten Mohammed Shtayyeh, der gemeint hatte, in dem von ihm bevorzugten Szenario werde die Hamas nach Kriegsende Juniorpartner der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA).

„Allein die Tatsache, dass dies der Vorschlag der Palästinensischen Autonomiebehörde ist, stärkt nur meine Politik: Die Palästinensische Autonomiebehörde ist nicht die Lösung“, schrieb Netanyahu auf X.

Die USA wollen, dass die im Westjordanland regierende PA, die von der Hamas 2007 gewaltsam aus dem Gazastreifen vertrieben worden war, dort nach dem Krieg wieder die Kontrolle übernimmt. Israel ist dagegen. Die PA ist eigenen Angaben nach dazu bereit, sollte es eine Zweistaatenlösung geben. Die Islamisten könnten beim Aufbau eines unabhängigen Palästinenserstaates helfen, sagte Shtayyeh im Interview mit Bloomberg weiter.

Terroristen der Hamas und anderer extremistischer Gruppen verübten am 7. Oktober das schlimmste Massaker in der Geschichte Israels. Sie ermordeten dabei rund 1.200 Menschen und verschleppten etwa 240 weitere in den Gazastreifen. Israel will deshalb die militärische und politische Führung der Islamistenorganisation zerstören.

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