Dutzende Migranten vor libyscher Küste ertrunken

Im zentralen Mittelmeer sind an der Küste Libyens nach Angaben der Vereinten Nationen am vergangenen Wochenende Dutzende Menschen ertrunken. Mindestens 160 Menschen seien gestorben, schrieb eine Sprecherin der Organisation für Migration (IOM), Safa Msehli, am Dienstag auf Twitter. Auf der Route im zentralen Mittelmeer seien damit heuer fast 1500 Migranten ertrunken.

102 Menschen würden an der Küste der Hafenstadt Surman, westlich der libyschen Hauptstadt Tripolis vermisst, 61 Tote seien unweit davon an der Küste der Stadt Sabrata entdeckt worden, twitterte IOM-Koordinator Flavio Di Giacomo. Nähere Angaben zu den Vorfällen machten die IOM-Vertreter nicht. Medienberichten zufolge geschahen die Unglücke mit den Holzbooten in der Nacht zu Samstag und der Nacht zu Sonntag. Einige Menschen seien von Fischern aus dem Wasser gerettet worden.

Menschen steigen an den Küsten Nordafrikas immer wieder in teils überfüllte Boote, um über das Mittelmeer in die EU zu gelangen. Sie suchen dort Schutz oder hoffen auf ein besseres Leben. Vor allem im Winter sind die Bedingungen auf dem Meer sehr gefährlich. Private Hilfsorganisationen fahren immer wieder in das Gebiet, um die Migranten vor dem Ertrinken zu retten. Derzeit warten mehrere Schiffe, darunter die „Sea-Eye 4“ der deutschen Organisation Sea-Eye mit rund 220 Geretteten an Bord auf einen sicheren Hafen.

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