Grenze USA-Mexiko 2022 gefährlichste Migranten-Landroute

Es soll eine hohe Dunkelziffer an Opfern geben © APA/AFP/BRANDON BELL

Die Grenze zwischen Mexiko und den USA war im vergangenen Jahr nach UNO-Angaben die gefährlichste Landroute der Welt für Migranten. 2022 seien an der Grenze der Tod oder das Verschwinden von 686 Migranten dokumentiert worden, erklärte die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Dienstag in Genf. Dies entspreche fast der Hälfte aller 1.457 Migranten, deren Tod oder Verschwinden im vergangenen Jahr auf dem amerikanischen Kontinent registriert worden sei.

Die tatsächliche Zahl der Toten und Vermissten im US-mexikanischen Grenzgebiet dürfte jedoch deutlich höher liegen, fügte die Organisation hinzu. In vielen Fällen fehlen demnach offizielle Daten von Gerichtsmedizinern aus der Grenzregion des US-Staats Texas und von den mexikanischen Behörden.

Die Hälfte der von den IOM-Zahlen erfassten Todesfälle ereignete sich in den mexikanischen Wüstenregionen Sonora und Chihuahua, allein dort starben demnach 307 Menschen. Die IOM erklärte, die „alarmierenden“ Zahlen spiegelten die „fatalen Folgen“ des Scheiterns mehrerer Staaten wider, sichere und legale Migrationsrouten zu gewährleisten.

Video
Ich möchte eingebundene Social Media Inhalte sehen. Hierbei werden personenbezogene Daten (IP-Adresse o.ä.) übertragen. Diese Einstellung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft in der Datenschutzerklärung oder unter dem Menüpunkt Cookies geändert werden.

Das könnte Sie auch interessieren