Kämpfe in der Ukraine gehen weiter

Spuren des Krieges © APA/AFP/SERGEY BOBOK

Die Truppen der Ukraine sind auch am Sonntag von angreifenden russischen Einheiten unter Druck gesetzt worden. „Die operative Lage in der Ost- und Südukraine bleibt schwierig“, schrieb dazu der Generalstab in Kiew auf seiner Facebook-Seite. Insgesamt seien 56 Gefechte an verschiedenen Frontabschnitten registriert worden. Die Ukraine wirft Russland die Erschießung von unbewaffneten ukrainischen Soldaten vor.

„Eine Untersuchung der Erschießungen von unbewaffneten ukrainischen Kriegsgefangenen in Awdijiwka und Vesele wurde eingeleitet“, teilt die Staatsanwaltschaft der Region Donezk auf ihrem Telegramm-Kanal mit. So zeige ein von einer Drohne aufgenommenes Video, wie ein russischer Soldat im Dorf Vesele zwei gefangene ukrainische Soldaten aus nächster Nähe erschieße. Beim russischen Verteidigungsministerium war zunächst keine Stellungnahme erhältlich. Der Sender Suspilne zitiert einen ukrainischen Militärsprecher mit den Worten, es sei nicht das erste Mal, dass Russland Kriegsverbrechen begehe.

Im Verlauf der russischen Angriffe seien auch Wohngebiete unter Artillerie- und Raketenbeschuss geraten, hieß es in Kiew. Dabei habe es Tote und Verletzte unter der Zivilbevölkerung gegeben. Besonders schwere Kämpfe habe es südlich von Saporischschja im Zentralabschnitt der Front gegeben. Dort seien sieben russische Angriffe, die von Kampfflugzeugen unterstützt worden seien, abgeschlagen worden.

Auch aus der Umgebung der Stadt Awdijiwka, die nach monatelangen schweren Kämpfen von den ukrainischen Streitkräften aufgegeben worden war, berichtete der Generalstab von neuen Gefechten. Nach Darstellung Kiews hatte der letzte ukrainische Soldat die Stadt am frühen Samstagabend verlassen. Russische Einheiten sind inzwischen in die fast vollständig zerstörte Stadt eingerückt.

Die ukrainischen Streitkräfte wehren seit knapp zwei Jahren einen russischen Angriffskrieg ab. Russland hat bisher größere Gebiete im Osten und Südosten der Ukraine erobert.

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