Kiew: Fünf Tote bei russischem Angriff in der Ostukraine

Russischer Angriff (Archivbild) © APA/National Police of Ukraine/HANDOUT

Bei einem russischen Angriff im Nordosten der Ukraine sind nach Angaben der ukrainischen Armee fünf Menschen getötet worden. In der Ortschaft Nowa Sloboda in der an Russland grenzenden Region Sumy seien nach vorläufigen Informationen fünf Zivilisten getötet und ein Privathaus beschädigt worden, teilte die ukrainische Armee am Dienstag im Onlinedienst Telegram mit. Die Rede war von Artilleriefeuer und einem Drohnenangriff.

Die kleine Ortschaft liegt etwa zehn Kilometer von der russischen Grenze entfernt. Zuvor hatten bereits örtliche Behörden von nächtlichen Angriffen auf das Dorf berichtet: „Eine mit Sprengstoff beladene Drohne traf ein Haus, in dem sich fünf Zivilisten aufhielten. Als Folge wurde das Haus zerstört und ein Feuer brach aus“, erklärte die Kommunalverwaltung auf Facebook.

Seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine vor rund zwei Jahren kommt es in der Grenzregion Sumy immer wieder zu Angriffen. Anfang Februar waren durch einen Bombenangriff dort drei Menschen getötet und vier weitere verletzt worden.

Schweden stellt Kiew unterdessen neue Militärhilfe im Wert von umgerechnet rund 630 Millionen Euro in Aussicht. Im Rahmen des 15. und bisher größten Hilfspakets dieser Art will der skandinavische NATO-Anwärter der Ukraine unter anderem Kampfboote vom Typ Stridsbåt 90 (CB90), Gruppenboote, Unterwasserwaffen wie zum Beispiel Minen, Artilleriemunition und Luftabwehrmaterial zur Verfügung stellen.

Das Paket hat demnach einen Wert von 7,1 Milliarden schwedischen Kronen, darunter auch eine Milliarde, um rund zehn neue Schützenpanzer vom Typ CV90 zu bestellen, wie Verteidigungsminister Pål Jonson am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Stockholm bekanntgab. Es sei genau auf den Bedarf der Ukraine ausgerichtet, sagte Jonson. Schweden wolle zeigen, dass es die Ukraine langfristig und so lange wie notwendig unterstützen werde.

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Durch Unterstützung für das Land investiere man auch in die eigene Sicherheit, betonte der Minister. Wie schnell das Material in die Ukraine geliefert werden kann, ließ er offen. Die Vorbereitung der Lieferungen solle jedoch beginnen, sobald der schwedische Reichstag formal seine Zustimmung erteilt habe. Die Regierung will dafür am Donnerstag einen entsprechenden Beschlussvorschlag in dem Parlament einreichen.

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