Mehr Antisemitismus & Fremdenfeindlichkeit

Zahl der Straftaten in Deutschland gestiegen

Die Zahl fremdenfeindlicher Straftaten in Deutschland ist 2018 um fast 20 Prozent auf rund 7700 gestiegen. Einen ähnlich hohen Anstieg gab es bei antisemitisch motivierten Straftaten, teilte Innenminister Horst Seehofer (CSU) gestern bei der Präsentation der Statistik zur politisch motivierten Kriminalität mit.

Seehofer betonte, knapp 90 Prozent der 1799 antisemitischen Straftaten seien dem „Phänomenbereich rechts“ zuzuordnen. 910 Straftaten mit islamfeindlichem Hintergrund (2018: 1075) standen 121 (129) christenfeindliche Delikte gegenüber.

Weniger Islamisten-Terror

Die Zahl der Delikte radikaler Islamisten ging dagegen zurück. Das könnte nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden damit zusammenhängen, dass die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien und im Irak zurückgedrängt wurde.

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Der deutsche Außenminister Heiko Maas rief indes zu mehr Engagement gegen Antisemitismus auf, warnte aber auch vor einer Instrumentalisierung des Phänomens durch Rechtspopulisten.

Es dürfe nicht zugelassen werden, dass Rechtspopulisten die Angst vor Antisemitismus Instrumentalisieren, um antimuslimischen Rassismus zu rechtfertigen, sagte Maas bei der Auftaktveranstaltung zur Gründung eines europäischen Netzwerks gegen Antisemitismus in Berlin.

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