Tote bei Zusammenstößen mit Israels Armee im Westjordanland

Im Westjordanland kam es zu tödlichen Zusammenstößen mit Israels Armee © APA/AFP/JAAFAR ASHTIYEH

Bei Zusammenstößen während einer Razzia der israelischen Armee im besetzten Westjordanland sind nach palästinensischen Angaben sechs Menschen getötet worden. Darunter sei auch ein 14 Jahre alter Bub, teilte das Gesundheitsministerium in Ramallah am Freitag mit. Nach Angaben der israelischen Armee kam es bei dem Anti-Terror-Einsatz im Flüchtlingslager Faraa im Norden des Palästinensergebiets zu Schusswechseln. Mehrere Terroristen seien dabei getötet worden.

Bei ihnen seien auch Gewehre gefunden worden. Die israelischen Einsatzkräfte nahmen den Angaben nach zudem zwei gesuchte Verdächtige fest.

Von palästinensischer Seite gab es zunächst keine Angaben dazu, ob die getöteten Palästinenser bewaffnet waren oder einer militanten Gruppierung angehörten. Die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa berichtete, bei der Razzia sei es zu Gefechten gekommen. Demnach gab es auch mehrere Verletzte.

Seit dem Massaker der Hamas an israelischen Zivilisten am 7. Oktober und darauffolgenden Gegenangriffen Israels im Gazastreifen hat sich die ohnehin angespannte Lage im besetzten Westjordanland und in Ost-Jerusalem noch verschärft. Bei Konfrontationen mit israelischen Soldaten, aber auch Attacken von israelischen Siedlern, wurden seither 261 Palästinenser getötet, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Seit Jahresbeginn wurden demnach im Westjordanland insgesamt bereits 457 Palästinenser bei israelischen Militäreinsätzen, Konfrontationen oder eigenen Anschlägen getötet.

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