Tschechien forciert Grenzkontrollen

Starker Anstieg bei illegalen Grenzübertritten

CZECH-GERMANY-POLITICS-DIPLOMACY

Tschechien führt polizeiliche Kontrollen an der Grenze zur Slowakei vorübergehend wieder ein. Der Grund ist die in den letzten Wochen stark angestiegene illegale Migration, vor allem aus Syrien.

In Tschechien wurden seit Anfang Juni 9500 illegale Migranten festgehalten, die meisten in der südmährischen Region. Im gesamten Jahr 2021 waren es nur 1330.

Die Kontrollen beginnen in der Nacht auf Donnerstag und dauern „in der ersten Phase“ bis 8. Oktober, präzisierte Innenminister Vit Rakusan. Diesen Zeitraum wolle Tschechien auch für Verhandlungen mit der Slowakei nutzen, hieß es. Rakusan habe mit der Slowakei mehrmals verhandelt, ergebnislos. „Hier haben wir nicht so viele Erfolge erzielt, wie wir gehofft hatten“, so Rakusan.

Premier Petr Fiala (Bild) sagte, die Sicherheitslage in Tschechien sei stabil. Die Ausländer vor allem syrischer Herkunft nutzen Tschechien als Transitland, um in andere EU-Staaten zu kommen. „Wir müssen diese präventive Maßnahme machen, um die Situation langfristig zu meistern und den illegalen Migranten von der Nutzung dieser Route abzuraten“, sagte der Regierungschef.

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