Zweiter Jahrestag des russischen Kriegs gegen die Ukraine

Eine Gedenkmauer in Kiew: Diese Menschen hat Putin auf dem Gewissen © APA/AFP/ROMAN PILIPEY

Der Beginn des brutalen Angriffskriegs Russlands gegen das Nachbarland Ukraine jährt sich am Samstag zum zweiten Mal. In Kiew werden aus diesem Anlass mehrere hochrangige westliche Politiker erwartet, darunter EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Außerdem gibt es zahlreiche Gedenkveranstaltungen – auch weit über das angegriffene Land hinaus. Auch in Wien sind mehrere Kundgebungen, darunter von „Russians against War“, sowie ein Gottesdienst im Stephansdom geplant.

Russland, das bereits 2014 die ukrainische Schwarzmeer-Halbinsel Krim völkerrechtswidrig annektiert hat, hatte am 24. Februar 2022 mit einer Vollinvasion gegen das Nachbarland begonnen. Seitdem sind Angaben der Vereinten Nationen zufolge mehr als 10.000 Zivilisten getötet worden, wobei die tatsächlichen Zahlen noch deutlich höher sein dürften. Verletzt worden sind demnach etwa doppelt so viele Menschen. Genaue Verluste unter Militärangehörigen werden geheim gehalten. Schätzungen des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) zufolge sind zudem seit Kriegsbeginn rund 6,5 Millionen Menschen aus der Ukraine ins Ausland geflohen. Weitere etwa 3,7 Millionen wurden innerhalb des Landes gewaltsam vertrieben.

Während die Ukraine im ersten Kriegsjahr bemerkenswerte militärische Erfolge zu verzeichnen hatte und einige besetzte Regionen wieder befreien konnte, sieht es momentan aus Kiewer Sicht deutlich schlechter aus. Im Vorjahr blieb eine Gegenoffensive deutlich hinter den Erwartungen zurück, während die westliche Militärhilfe ins Stocken geraten ist. Erst vor einigen Tagen gelang es der russischen Armee, die lange umkämpfte und völlig zerstörte Stadt Awdijiwka in der Ostukraine zu besetzen. Insgesamt befindet sich derzeit knapp ein Fünftel des ukrainischen Staatsgebietes unter russischer Besatzung.

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