„Die Geschichte kennt keinen Automatismus hin zum Frieden“

LH Thomas Stelzer anlässlich des Gedenkens an die NS-Opfer in Hartheim

Die 2. Präsidentin des Oö. Landtags Sabine Binder und LH Thomas Stelzer bei der Kranzniederlegung.
Die 2. Präsidentin des Oö. Landtags Sabine Binder und LH Thomas Stelzer bei der Kranzniederlegung. © Land OÖ/Hermann Wakolbinger

Um der rund 30.000 Opfer der NS-Euthanasie im Schloss Hartheim zu gedenken, fanden sich am Samstag zahlreiche Ehrengäste, darunter Angehörige und Nachkommen von Opfern sowie diplomatische Vertreterinnen und Vertreter aus 20 Ländern im Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim (Alkoven) ein.

Landeshauptmann Thomas Stelzer betonte in seiner Rede, dass sich Oberösterreich wie kaum ein anderes Land der Tatsache stelle, Opfer des NS-Systems, aber auch eindeutiger Täter gewesen zu sein.

„Mit dem Tatort Hartheim gehen wir einen besonderen Weg. Wir haben eine Gedenkstätte geschaffen, die das Gedenken in der Gegenwart lebt und gleichzeitig in die Zukunft weiterdenkt. Gerade für junge Menschen und gerade in Zeiten wie diesen ist Hartheim ein wichtiger Lern- und Gedenkort“, betonte Stelzer.

Die Geschichte kenne keinen Automatismus hin zu Frieden oder mehr Gerechtigkeit, so der Landeshauptmann weiter. Das zeige leider auch gerade die aktuelle Zeit. „Daher ist das Gedenken und Lernen aus der Geschichte so wichtig.“

Auch die Gedenkrednerin und Wiener Menschrechtskonsulentin Marianne Schulze unterstrich die Bedeutung des gemeinsamen Gedenkens – vor allem in einer Zeit der Krisen und Konflikte herrschen.

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