EU-Wahl: Spitzenplatz für Angelika Winzig auf der ÖVP-Liste

Landeshauptmann Thomas Stelzer mit Europaabgeordneter und ÖVP-Delegationsleiterin Angelika Winzig.
Landeshauptmann Thomas Stelzer mit Europaabgeordneter und ÖVP-Delegationsleiterin Angelika Winzig. © OÖVP

Die ÖVP hat ihre Liste der Kandidatinnen und Kandidaten für die Wahl zum Europaparlament am 9. Juni vorgestellt. Insgesamt 42 Personen haben sich aufgestellt, Spitzenkandidat Reinhold Lopatka steht schon seit längerem fest.

Hinter ihm kandidieren die amtierende Delegationsleiterin Angelika Winzig, Alexander Bernhuber, Sophia Kircher und Lukas Mandl. Parteichef und Bundeskanzler Karl Nehammer sprach bei der Präsentation am Montag von einem starken, hoch motivierten Team.

Die türkise Delegation im Europaparlament besteht derzeit aus sieben ÖVP-Mandataren und -mandatarinnen. In den Umfragen werden der Volkspartei allerdings Verluste prognostiziert. Dazu kommt, dass der langgediente und bekannte Europapolitiker und bisherige Vizepräsident des EU-Parlaments, Othmar Karas, wegen Differenzen mit der Parteiführung nicht mehr antritt. Spekuliert wird, dass er mit einer eigenen Liste oder auch für eine andere Partei – etwa die NEOS – antreten könnte.

Gute Chancen für einen Einzug hat Kircher, die auf Platz 4 hinter dem Niederösterreicher Bernhuber kandidiert, der bereits jetzt laut ÖVP-Generalsekretär Christian Stocker landwirtschaftliche Agenden als EU-Parlamentarier wahrnimmt. Ebenfalls nicht überraschend ist die erneute Kandidatur des Niederösterreichers Lukas Mandl. Auf den Plätzen 6 und 7 finden sich die steirische Bundesratsabgeordnete Isabella Kaltenegger und der ehemalige Moderator Wolfram Pirchner.

Weichen für Regionalpolitik

Erfreut zeigte sich indessen oö. Landeshauptmann Thomas Stelzer über die Platzierung der Unternehmerin aus Attnang-Puchheim, Angelika Winzig. „Diese Spitzenposition für Angelika Winzig ist eine Bestätigung ihres erfolgreichen Engagements auf EU-Ebene und unseres oberösterreichischen Weges: Europäisch denken und für Oberösterreich handeln“, erklärt Stelzer.

„Oberösterreich muss Land der Arbeit und des sozialen Zusammenhalts bleiben!“ Dies werde auch das thematische und inhaltliche Angebot der Oberösterreichischen Volkspartei an die Wählerinnen und Wähler sein, kündigt der Landeshauptmann an: „Oberösterreich muss Land der Arbeit und der Produktion bleiben. Nur so können wir gemeinsam Wohlstand und sozialen Zusammenhalt sichern. Dabei braucht es die großen strategischen Weichenstellungen auf EU-Ebene ebenso, wie eine Regionalpolitik mit Hausverstand und starkem Fokus auf den Alltag der Menschen. Das ist die Grundidee von Europa. Das ist der Weg von Angelika Winzig. Und das ist der Weg der OÖVP“, unterstreicht Stelzer.

OÖVP-Landesgeschäftsführer Florian Hiegelsberger verweist auch auf die weiteren Kandidatinnen und Kandidaten der OÖVP für die Europawahl: Severin Gruber (Platz 13), Kristina Malina-Altzinger (18), Martin Mairhofer (25), Ursula Voglsam (30) und Birgit Streicher-Ernegger (36). „Damit geht die OÖVP mit einem breiten personellen und inhaltlichen Angebot in die Wahlbewegung – von Jugend bis Senioren, von Wirtschaft und Landwirtschaft bis hin zur Arbeitnehmerschaft“, zeigt Hiegelsberger auf. Entsprechend vielfältig werde das Thema Europa auch in der Wahlbewegung beleuchtet werden: „Wir stehen als OÖVP für einen überzeugten Europagedanken, aber auch für einen kritischen Blick auf derzeitige Fehlentwicklungen in der EU-Bürokratie“, kündigt Hiegelsberger an.

Das könnte Sie auch interessieren