Hoffen auf Engagement bei Wahl

Österreichweit wählen 3000 Pfarren am 20. März ihre „Gemeinderäte“

„Kirche sind nicht nur Priester, Kirche sind Christinnen und Christen“, betont der zuständige Bischof Josef Marketz auch die Wichtigkeit der Pfarrgemeinderäte für die Kirchenleitung.
„Kirche sind nicht nur Priester, Kirche sind Christinnen und Christen“, betont der zuständige Bischof Josef Marketz auch die Wichtigkeit der Pfarrgemeinderäte für die Kirchenleitung. © PGRÖ

Für die Kirche in Österreich sind die Pfarrgemeinderäte „ein besonders wichtiges Projekt, ja eines der wichtigsten überhaupt“. Mit diesen Worten rief der Kärntner Bischof Josef Marketz, er ist in der Bischofskonferenz dafür zuständig, am Freitag dazu auf, sich an den Pfarrgemeinderatswahlen am 20. März zu beteiligen.

Auf jeden Fall, indem man wählen geht, besser noch, indem man sich auch als Kandidatin bzw. Kandidat selbst zur Wahl stellt. „Machen Sie mit und gestalten Sie Kirche mit!“, so sein Appell. Das Engagement sei nach wie vor da, präsentierte Klaudia Achleitner, Sprecherin der Österreichischen Konferenz der Pfarrgemeinderatsreferenten, Details einer Umfrage unter Pfarrgemeinderäten.

Demnach wird die Dringlichkeit des unmittelbaren Planens und Organisierens des pfarrlichen Lebens als zentralste Aufgabe empfunden. Für das Engagement ist vor allem die Suche nach gemeinsamen Wegen sowie „Gemeinschaft, Teilhabe und Sendung“ das ausschlaggebende Motiv.

Der PGR ist für das kirchliche Leben der Pfarrgemeinden „sehr wichtig“, so der Eindruck fast aller Befragten (90 Prozent). Geht es nach den Befragten, werden gerade die lokalen Strukturen rund um den Kirchturm weiter an Bedeutung gewinnen. Dass es eine zeitgemäße Gestaltung von Kirche vor Ort braucht, ist sich der Großteil der Befragten einig: Rund 85 Prozent aller Befragten sprachen sich für eine solche aus.

Veränderungen nötig

„Die Kirche als Institution hat sicher noch zu oft eine Schablone vorgegeben“, meinte Bischof Marketz dazu. Von diesen starren Vorstellungen müsse man sich lösen. Dazu komme, dass es in vielen Pfarren den Priester vor Ort nicht mehr gebe. „Es ist eine Zeit, die sehr spannend ist, weil sie viel verspricht“, so Marketz.

Es brauche freilich Veränderungen. Für den PGR etwa Leitungs- und Entscheidungskompetenz und es müssten vor allem auch die spirituelle und diakonische Seite gestärkt werden. Das bringt den Pfarrgemeinderat in eine leitende Position, die strukturell in den diözesanen Statuten noch nicht ausreichend verankert ist. „Für das Neue gilt es einen klaren Rahmen zu setzen. Innerhalb dieses Rahmens können wir auf die Lösungsbegabung der vielen ehren- und hauptamtlichen MitarbeiterInnen bauen“, erklärt Marketz.

Die Wahl 2022 steht unter dem Motto „mittendrin“. In den kommenden Wochen werde man noch versuchen, Personen für eine mögliche Kandidatur anzusprechen. Aus den Erfahrungen der letzten Jahre werde sichtbar, dass mit jeder Wahl bis zu 50 Prozent neue Menschen hinzugewonnen werden konnten. Weitere Informationen im Internet unter: www.pfarrgemeinderat.at

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