Linzer Bildungsforscher gehen Ursachen für Schulabbruch nach

8 Prozent ohne Ausbildung — Minister Polaschek setzt auf Prävention

Martin Polaschek © APA/EVA MANHART

Mit dem Bildungsforschungsprojekt „Promotion Life Skills (ProLiSk)“ sollen künftig frühzeitige Bildungsabbrüche besser präventiv erkannt und verhindert werden. Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP) präsentierte das Projekt am Freitag gemeinsam mit PHOÖ-Rektor Walter Vogel in Linz.

120.000 ohne Ausbildung

Die Zahl der Ausbildungsabbrecher in Österreich liegt seit Jahren konstant bei rund 120.000. Damit haben rund 8 Prozent der Jugendlichen zwischen 15 und 24 Jahren keine Ausbildung und besitzen maximal einen Pflichtschulabschluss.

„Menschen ohne Ausbildung haben häufiger Schwierigkeiten bei der Integration in den Arbeitsmarkt. Mein Ziel ist es, dass jeder junge Mensch in Österreich die besten individuellen Chancen hat“, erklärt Polaschek.

Dabei helfen soll unter anderem das neue Forschungsprogramm, dass auch an der Pädagogischen Hochschule Linz (PHOÖ) beheimatet ist. Grundlage dafür bildet die im letzten Jahr — übrigens auch in Linz — präsentierte Initiative „Bildungsinnovation durch Bildungsforschung“, die mit insgesamt 8,8 Mio. Euro dotiert ist.

„Forschung bildet Evidenz auf der wir schließlich Maßnahmen entwickeln können, die unser Schulsystem langfristig und nachhaltig verbessern können“, erläutert der Minister.

Zwei Mal OÖ-Beteiligung

„Ich bin besonders stolz, dass die PHOÖ bei drei der neun bundesweit ausgeschriebenen Bildungsforschungsprojekten den Zuschlag erhalten hat“, freut sich Rektor Vogel über den Auftrag durch das Ministerium. Ebenfalls in dem neuen Forschungskonsortium: die JKU Linz und die PH Vorarlberg.

„Das Forschungsprojekt soll die Gründe von vorzeitigen Bildungsabbrüchen erforschen und damit in Zukunft helfen, Jugendliche beim Abschluss ihrer Ausbildung zu helfen. Wir wollen niemanden im Bildungssystem verlieren“, erklärt der Rektor.

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