LAbg. Mainusch wird neuer Tiroler AAB Obmann

Dominik Mainusch wird Palfraders Nachfolger als Tiroler AAB-Chef © APA/EXPA/JOHANN GRODER/EXPA/JOHANN GRODER

Tirols LR Beate Palfrader (ÖVP) hat im Zuge ihrer Ankündigung bei der Landtagswahl im Herbst nicht mehr zu kandidieren auch ihre Funktion als AAB-Chefin zurückgelegt. Wie der ÖVP-Bund am Mittwoch mitteilte, tritt ihr Stellvertreter, der Fügener Bürgermeister LAbg. Dominik Mainusch, ihre Nachfolge an und wird bis zum nächsten ordentlichen Landestag geschäftsführender Landesobmann. Im APA-Gespräch sagte er, sich vorstellen zu können, nach der Wahl „Verantwortung zu übernehmen“.

Bei diesem werde er sich als Landesobmann zur Verfügung stellen, sagte der 31-jährige Mainusch im APA-Gespräch. Bis dahin werde er „die Landtagswahl abwickeln“ und dafür Sorge tragen, dass die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer „gehört und gut vertreten werden“, versicherte er. In diesem Zuge werde er „selbstverständlich“ auch verstärkt das Gespräch mit dem designierten ÖVP-Landtagswahlspitzenkandidaten und Wirtschaftslandesrat Anton Mattle suchen. „Gerade die horrenden Inflationsraten, die eskalierenden Wohn- und Energiepreise oder auch das große Thema Verkehr erfordern dringend brauchbare Antworten und mutige Entscheidungen“, führte Mainusch „herausfordernde Zeiten“ ins Treffen.

Er sei „sehr verfestigt in den Funktionen“ die er habe, antwortete der ÖVP-Politiker auf die Frage, ob er sich vorstellen könne, in die Landesregierung zu wechseln. Gleichzeitig sei er aber ein „zutiefst politischer Mensch“ und bereit, „Verantwortung zu übernehmen“, sofern sie an ihn herangetragen würde, räumte der Landtagsabgeordnete ein. „Ich bin kein Mensch, der auf Ämter oder Positionen schielt“, so Mainusch weiter. Ihm gehe es darum, „positive Entwicklungen mitzutragen“.

Tirols AK-Präsident Erwin Zangerl hatte gegenüber dem ORF Tirol Mainusch als einen möglichen Nachfolger Palfraders in der Landesregierung ins Gespräch gebracht. Die Arbeitnehmerschaft müsse nach Palfraders Rückzug auch künftig stark vertreten sein, so die Forderung des schwarzen Tiroler AK-Chefs. Dass sich der designierte Spitzenkandidat der ÖVP, Landesrat Mattle, „mit den Arbeitnehmervertretern trifft und zusammen eine Strategie entwickelt“, hielt Zangerl jedenfalls für „sehr wichtig“. Er müsse darauf drängen, „dass das Thema Arbeit in der Regierung wieder stark und mehrheitsfähig vertreten ist“.

Mainusch bedankte sich bei Palfrader herzlich „für ihren unermüdlichen Einsatz“. Sie habe „ein starkes Fundament aufgebaut und hinterlässt mit ihrem Abgang eine große Lücke“. Die für Bildung, Arbeit, Kultur und Wohnbau zuständige Landesrätin hatte angekündigt, noch bis zur Wahl in der Landesregierung zu bleiben. Palfrader war seit 2008 Landesrätin in Tirol und galt stets als enge Vertraute von Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP). Dessen Ankündigung, im Herbst nicht mehr zur Landtagswahl anzutreten, habe für sie einiges verändert, sagte Palfrader. Ihre Entscheidung sei über das Wochenende gereift, so die 63-Jährige. Die Landesrätin fiel als Vertreterin des eher linken und liberalen Flügels in der Volkspartei auch bundesweit auf. So war sie stets eine vehemente Kritikerin der türkis-blauen Regierung auf Bundesebene und mahnte ihre Partei etwa im Zuge der Flüchtlingskrise zur Übernahme humanitärer Verantwortung.

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