Pflegeausbildung in OÖ wird regionaler und attraktiver

Maßnahmen der OÖ. Fachkräftestrategie zeigen Wirkung

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Seit etwas mehr als einem Jahr werden Maßnahmen der oö. Fachkräftestrategie umgesetzt. Diese zeigen auch bereits Wirkung. Alleine 2024 starten Ausbildungen und Lehrgänge mit rund 1.350 Ausbildungsplätzen, finanziert und gefördert durch das Sozialressort des Landes, bilanziert Soziallandesrat Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) am Donnerstag.

„Damit unsere Eltern und Großeltern gut in Oberösterreich alt werden können, haben wir mit der Fachkräftestrategie Pflege 50 konkrete Maßnahmen erarbeitet, die wir seit etwas mehr als einem Jahr konsequent umsetzen. Neben der Entlastung der bestehenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und der Gewinnung von neuen Kolleginnen und Kollegen legen wir einen besonderen Fokus auf eine attraktive und regionale Ausbildung. Erfreulich ist, dass unsere Maßnahmen, wie die Einführung des Pflegestipendiums oder die ersten digitalen Ausbildungsformen, bereits für mehr Personen in Ausbildung sorgen“, so Hattmannsdorfer. Diesen Weg wolle man auch weiterhin fortsetzen und spezielle Angebote für Umsteigerinnen, Eltern mit Betreuungspflichten und Menschen mit Migrationshintergrund anbieten.

Altenbetreuungsschule setzt neue Schwerpunkte

Die Altenbetreuungsschule des Landes Oberösterreich — als einziges Bundesland verfügt Oberösterreich über eine eigene Schule im Bereich der Altenbetreuung — setzt in diesem Jahr bewusste Schwerpunkte, um spezielle Zielgruppen anzusprechen und damit ein attraktives Ausbildungsangebot zu haben.

Durch den schrittweisen Ausbau von digitalen Ausbildungsformen wird eine flexiblere Ausbildung ermöglicht. Im letzten Jahr startete der erste Heimhilfe-Lehrgang als Pilotlehrgang in digitaler und modularer Form und dauert noch bis Ende April 2024. Durch die Kombination aus Präsenz- und digitaler Lehre sowie Selbststudium kann ein Großteil der Ausbildung zeit- und ortsunabhängig absolviert werden (lediglich 1/5 der 220 Unterrichtseinheiten Theorie findet in Präsenz statt, dazu kommen 200 Einheiten Praxis).

Die bisherigen Erfahrungen und Rückmeldungen sind sehr positiv, weshalb in diesem Jahr drei weitere digitale Heimhilfe-Kurse angeboten werden. Für Herbst 2024 plant die Altenbetreuungsschule erstmals einen Lehrgang Fachsozialbetreuung „Altenarbeit“ in digitaler Form.

FPÖ-Klubobmann lobt Arbeit im Sozialressort

Lob kommt unterdessen auch vom blauen Koalitionspartner. „Der signifikante Anstieg von Personen in Pflegeausbildung in Oberösterreich lässt etwas aufatmen. Angesichts des kontinuierlich steigenden Pflegebedarfs war dies längst überfällig. Darauf darf man sich aber nicht ausruhen. Vielmehr gilt es diesen neu eingeschlagenen Weg konsequent fortzusetzen“, begrüßt FPÖ-Klubobmann Herwig Mahr die heute präsentierte Bilanz.

Zurückzuführen sei der Zuwachs für Mahr vor allem darauf, dass „endlich erste richtige Schritte gesetzt wurden“: „Zum einen profitieren mittlerweile 1.041 Menschen vom Pflegestipendium im Ausmaß von 600 Euro monatlich. Zum anderen die attraktive Gestaltung der Unterrichte, die teilweise nun digital abgehalten werden. Oberösterreich macht seinen Hausaufgaben, um den Pflegenotstand zu verringern. Gleiches erwarten wir uns vom Bund.“

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