Meinung

von Manfred Maurer

Rendi & Weltrevolution

Kommentar zu den Posts des VSStÖ

Die SPÖ kennt kein Pardon mit sie nervenden Nachwuchspolitikern. Im Sommer hatte die Junge ÖVP wegen eines SPÖ-kritischen Tweets sofort eine Klage am Hals.

Man müsste daher erwarten, dass die Parteianwälte von der Vorsitzenden Rendi-Wagner schon mit der Einleitung entsprechender Schritte beauftragt worden sind, nachdem eine politische Jugendorganisation am Christtag auf Facebook dieses kundtat: „Hinter dem Faschismus steht der Kardinal.“ Gemeint sein konnte nur Christoph Schönborn, Österreichs einziger Purpurträger. Dazu gab es die Empfehlung, die Weihnachtsfeiertage „zur Planung der sozialistischen Weltrevolution“ zu nützen.

Starker Tobak, wenn man bedenkt, dass die sozialistische Weltrevolutionsfantasterei 100 Millionen Tote gefordert hat. Trotzdem gehört es unter Sozialdemokraten fast zum guten Ton, als Juso kommunistisch angehaucht gewesen zu sein. So mancher Roter kokettiert ungeachtet der historischen Horrorbilanz mit revolutionären Irrungen seiner Jugendzeit. Von Rendi- Wagner ist derlei nicht überliefert, aber sie weiß um die Bedeutung der geschichtsvergessenen Weltrevolutionsromantik für ihre Junggenossen. Also wird sie den Wiener Verband Sozialistischer Student/innen (VSStÖ) natürlich nicht auf Unterlassung klagen. Bleibt noch die Frage, ob der Herr Kardinal den Faschismus auf sich sitzen lässt?

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