Viele Hürden bei Pflegeausbildung

LR Hattmannsdorfer bei Sozialreferentenkonferenz für rasches Handeln

Soziallandesrat Wolfgang Hattmannsdorfer
Soziallandesrat Wolfgang Hattmannsdorfer © Land OÖ

Zentrales Thema bei der ao. Sozialreferentenkonferenz in Wien, an der erstmals auch der neue oö. Landesrat Wolfgang Hattmannsdorfer teilnahm, war am Montag eine Diskussion über die Bundespflegereform.

Hattmannsdorfer forderte im Zuge der Konferenz, die Bekämpfung des Fachkräftemangels bei der Bundespflegereform zu priorisieren. Konkret will er neben der Attraktivierung der Arbeitsbedingungen auch die Finanzierung von Ausbildungsstipendien durch den Bund, um insbesondere Berufsumsteiger für den Pflegeberuf zu gewinnen.

„Um ein würdevolles Altern auch in Zukunft sicherzustellen und die derzeitigen Pflegekräfte zu entlasten, müssen wir mehr Menschen von einem Job in der Pflege überzeugen“, so Hattmannsdorfer.

Die Pflegereform des Bundes müsse daher rasch in die Umsetzung kommen, um diesem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. „Länder und Gemeinden dürfen mit der Finanzierung der Pflege nicht alleine gelassen werden“, so Hattmannsdorfer.

Diakonie-Direktorin Maria Katharina Moser sagte am Montag gegenüber Medien, es gibt „in der Pflege viele verschiedene Berufsbilder, zu denen wiederum unterschiedliche Ausbildungswege führen“. Aufgrund diverser Hürden sowie der komplizierten und oft länderspezifischen Regeln würden viele potenzielle Pflegekräfte nicht in der Ausbildung bzw. im Beruf landen.

Auch Schulen für Sozialbetreuungsberufe seien Privatschulen, die 500 bis 800 Euro pro Jahr verlangen, so Moser. Nur einzelne Länder wie Salzburg und OÖ würden dies übernehmen, zudem erhielten die Schüler kein Taschengeld und müssten die Lebenshaltungskosten selbst tragen. Das müsse sich generell ändern.

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