Polizei verstärkt Verkehrsüberwachung zu Pfingsten

Die Polizei überwacht am Pfingstwochenende verstärkt den Reise- und Ausflugsverkehr. Auf Motorradstrecken wird es gezielte Schwerpunkte geben, berichtete das Innenministerium und kündigte ein konsequentes Einschreiten gegen Raser und Drängler, Alkohol- und Drogenlenker an. Die Exekutive appellierte an die Eigenverantwortung der Verkehrsteilnehmer.

2.500 Einsatzfahrzeuge, 350 Motorräder, etwa 100 Zivilstreifen mit Videonachfahreinrichtung sowie 312 stationäre und mobile Radargeräte, davon 67 auf Laserbasis, stehen der Polizei bei der Schwerpunktsetzung zur Verfügung.

Dazu kommen 15 Section-Control-Anlagen, 1.247 Lasergeschwindigkeitsmessgeräte, elf Abstandsmesssysteme, 1.385 Alkomaten, 1.429 Alkohol- und 33 Drogen-Vortestgeräte, 75 Mopedprüfstände sowie 57 Rotlicht-Verkehrsüberwachungsanlagen an Kreuzungen („Ampelradar“).

Das Ziel sei, „die Zahl der Unfälle möglichst gering zu halten und eine nachhaltige Verhaltensveränderung bei Verkehrsteilnehmern zu mehr Rücksicht und Verantwortung zu bewirken“, sagte Innenminister Karl Nehammer (ÖVP). Im vergangenen Jahr wurden am Pfingstwochenende von Freitag bis einschließlich Montag bei 470 Verkehrsunfällen mit Personenschaden 586 Menschen verletzt und neun getötet (2018: acht, 2017: sechs, 2016: vier, 2015: neun).

2013 und 2016 wurden mit jeweils vier Verkehrstoten über das verlängerte Pfingstwochenende die bisher günstigsten Ergebnisse seit Einführung der Statistik im Innenministerium (1967) verzeichnet. Zum Vergleich dazu waren in den bisher schlimmsten Jahren 45 Tote (1979) und 44 Tote (1984) zu beklagen. Während des Pfingstwochenendes 2019 wurden 60.824 Kraftfahrzeuglenker wegen Überschreitung des Tempolimits beanstandet, 446 wegen Trunkenheit am Steuer angezeigt und 250 der Führerschein oder Mopedausweis vorläufig abgenommen.

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