Poloplast investiert 40 Mio. Euro in Oberösterreich

Die Poloplast Geschäftsführer Wolfgang Lux und Konstantin Urbanides besiegeln mit Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner neues Standortinvestitionspaket © Poloplast/Eder

„Wir stellen jetzt die Weichen für die Zukunft“, so Wolfgang Lux, Geschäftsführer des Leondinger Kunststoffrohr-Spezialisten Poloplast.

Dementsprechend will Poloplast bis 2025 bis zu 40 Mio. Euro in den Standort oberösterreichischen Standort investieren und 60 neue Arbeitsplätze schaffen. Poloplast besetzt derzeit 400 Arbeitsplätze.

Möglich macht dies neben den Investitionen im privaten und öffentlichen Sektor die Kehrtwende in der Bauwirtschaft, was nach eigenen Angaben den Rekordumsatz von 100 Mio. Euro einbrachte.

Wieder gute Auftragslage

„Vor einem Jahr hatten wir Kurzarbeit, die Maschinen standen still und heute sind die Auftragsbücher randvoll“, ergänzt Lux. Die Kurzarbeit habe in der Arbeiterschaft nur einen statt drei, bei den Angestellten drei Monate gedauert, ergänzte Urbanides.

Die Einbrüche konnte Poloplast in Frankreich, Italien und Südeuropa wieder wegarbeiten, das zweite Quartal habe sich laut Lux als stabil erwiesen.„ Von den 40 Mio. Euro wollen wir heuer neun Mio. Euro investieren, dafür ist die Finanzierung gänzlich aus dem Cashflow vorgesehen“, freut sich Konstantin Urbanides, Finanz-Chef bei Poloplast.

Neue Kapazitäten

In der Vergangenheit wurden bisher 46 Mio. Euro investiert. Konkret wolle man die aktuelle Investition in eine geplante Erweiterung mit neuen Anlagen und Spritzgusskapazitäten sowie in die Entwicklung patentgeschützter Produkte anlegen.

So arbeiten etwa laut Urbanides aktuell 15 Mitarbeiter an der Weiterentwicklung der Produkte, die 100-prozentig recyclbar sein sollen. Mit dem Fünf-Jahres-Plan sei man für das erwartete Wachstum „hervorragend aufgestellt“, das Umsatzziel von 130 Mio. Euro soll bis 2025 angepeilt werden, wie Lux unterstreicht. Dabei soll die strategische Neuausrichtung von 2020 weiter vorangetrieben werden.

Mehr Qualität

Weniger Länder, dafür qualitativ hochwertige Produkte, wie es Lux nennt. Schon jetzt entspreche die Produktion medizinischen Standards, laut Lux gäbe lediglich vier Reklamationen pro einer Mio. ausgelieferte Produkte.

Bei den Ländern will sich der Kunststoff-Experte auf den heimischen Markt sowie auf Deutschland, Frankreich, Italien und Skandinavien fokussieren.

Leuchtendes Beispiel

Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner sieht die Pläne als „leuchtendes Beispiel für den Kunststoffstandort Oberösterreich“, der schon jetzt mit seinen 220 Firmen einen 11,5 Mrd. Euro Umsatz erwirtschaftet.

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