Oberösterreicher blicken optimistisch in die Zukunft

In OÖ verbindet Hälfte mit Zukunft positive Aspekte – LH Stelzer: „Wollen weiter international mitspielen“

LH Thomas Stelzer will Oberösterreich auf Kurs halten: „Wir lassen uns von Corona nicht ausbremsen und auch nicht von unserem Zukunftskurs abbringen.“
LH Thomas Stelzer will Oberösterreich auf Kurs halten: „Wir lassen uns von Corona nicht ausbremsen und auch nicht von unserem Zukunftskurs abbringen.“ © Land OÖ

Noch ist die Krise allgegenwärtig, doch die Zeit danach wird kommen – und in diese Zeit blicken die Oberösterreicher überwiegend positiv.

Vor allem langfristig. Das zeigt eine aktuelle IMAS-Umfrage im Auftrag der Oö. Zukunftsakademie. Diese ergab: Knapp die Hälfte der Oberösterreicher verbindet mit der Zukunft Positives.

Während also 49 Prozent der Zukunft positive Aspekte zuschreiben und eine beinahe ebenso große Gruppe mit neutralem Weitblick in die kommenden Jahre blickt, assoziieren nur 6 Prozent eher negative Punkte mit der Zukunft.

„Grundstimmung nützen“

Für Landeshauptmann Thomas ist diese Gefühlslage in der Bevölkerung auch ein Auftrag. Als Land der Möglichkeiten solle man diese Grundstimmung nützen und schon jetzt die richtigen Wege einschlagen, die richtigen Trends erkennen. „Als ein Standort, der international, auf Weltmärkten, mitspielen und sich behaupten will, müssen wir in die Zukunft blicken“, so der Landeshauptmann. Ein Grundstein dafür sei mit dem OÖ-Plan gelegt worden, betont er. Mit diesem „Oberösterreich-Plan“, der insgesamt 1,2 Milliarden Euro umfasst, soll Oberösterreich – wie berichtet – wieder stark gemacht werden.

„Lassen uns nicht vom Zukunftskurs abbringen“

„Unser Anspruch ist es, gerade auch in Krisenzeiten die Zukunft aktiv zu gestalten und damit Oberösterreich wieder stark zu machen. Wir lassen uns von Corona nicht ausbremsen und auch nicht von unserem Zukunftskurs abbringen“, gibt Landeshauptmann Stelzer die Marschrichtung vor. Dass der richtige Weg dabei eingeschlagen wird, darum kümmert sich seit zehn in OÖ auch die Zukunftsakademie. Diese fungiert als landeseigener Think Tank, der Zukunftsentwicklungen aufzeigen und in die politisch-adminstrative Arbeit einspeisen soll. Sie war Mitinitiator der nun vorliegenden Studie.

Große Bindung an OÖ

Diese Studie zeigt eine große Verbundenheit der Bevölkerung zu Oberösterreich und auch eine große Zuversicht, dass das Land die Krise gut meistern wird.

So lebt die absolute Mehrheit der Oberösterreicher über 16 Jahren gern in Oberösterreich. 89 Prozent vergeben die Bestnote, nur drei Prozent würden lieber woanders wohnen. Besonders hoch ist ist die Bindung bei Personen ab 60: Hier vergeben 99 Prozent die Bestnoten 1 oder 2 auf der fünfteiligen Skala für das Wohnen im Land ob der Enns.

Langfristig positiv

Zudem zeigt sich: Je weiter die Menschen in OÖ in die Zukunft blicken, desto optimistischer werden sie. Denken die Oberösterreicher an die kommenden zwölf Monate, so überwiegt die Zuversicht bei den Befragten mit 53 Prozent zwar, allerdings eher marginal.

Je weiter der Zeithorizont, desto mehr steigt die positive Grundstimmung an. Für den Zeitraum der kommenden zwei bis drei Jahre geben bereits 73 Prozent an, zuversichtlich zu sein. Ähnliche Werte liefert die Umfrage beim Weitblick auf den Neun-Jahresausblick.

Vielfältige Gründe

Warum die Oberösterreicher zu drei Viertel positiv gestimmt sind, auch in sieben bis neun Jahren noch gut hier leben zu können, dafür sind die Gründe vielfältig. So werden von den Befragten die persönliche optimistische Einstellung (24 Prozent), der stabile, gute Industriestandort (17 Prozent), der Glaube an die Erholung (13), das Ende der Pandemie (13) oder auch allgemein, dass Oberösterreich gut aufgestellt ist (ebenfalls 13 Prozent), genannt.

Insgesamt werden das oberösterreichische Gesundheitssystem, die wirtschaftliche Stärke Oberösterreichs und der Unternehmergeist sowie das Potential an Kreativität im Land als größte Hoffnung für das Zukunft genannt.

Dass das Ende der Pandemie bzw. die Beherrschung der Krankheit auch eine Rückkehr zu einer alten Normalität bedeutet, daran glauben aber nur Wenige.

Große Veränderungen

So glaubt ein Drittel, dass sich unser Alltag, also die Art wie wir leben, einkaufen, arbeiten, denken usw., sehr stark verändern wird. Weitere 46 Prozent glauben zumindest an eine starke Veränderung. Nur etwa ein Fünftel der Befragten glaubt an keine oder kaum Änderungen im Alltag nach Ende der Krise. Wirtschaft braucht noch

An eine rasche Erholung der Wirtschaft glauben die Oberösterreicher eher nicht. 46 Prozent der Befragten geben an, dass sich das Land erst 2023 oder später von den Folgen der Krise erholen wird und wieder jene hohe Wirtschaftsleistung erreicht, die es vor Ausbruch der Pandemie hatte. 42 Prozent glauben zumindest an eine Anknüpfen an alte Stärkte im Laufe des Jahres 2022.

Für ein Drittel steht indes fest: Die junge Generation findet in OÖ im Vergleich zu den anderen Bundesländern in den kommenden sieben bis neun Jahren die besseren Entwicklungsmöglichkeiten vor. Nur sieben Prozent sehen schlechtere Chancen.

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