Post-Brexit-Frist von Mitte November wohl nicht einzuhalten

Im Ringen um ein Abkommen nach dem Brexit werden die EU und Großbritannien die für Mitte November gesetzte Frist für eine Einigung wohl nicht einhalten können. Die laufenden Gespräche in London dürften noch bis Ende der Woche andauern, sagten Vertreter beider Verhandlungsdelegationen den Medien am Mittwoch. Demnach können die Botschafter der 27 EU-Staaten über ein mögliches Verhandlungsergebnis erst bei ihrer nächsten Sitzung am 18. November beraten, sagte ein EU-Diplomat.

In EU-Verhandlungskreisen wurde erwartet, dass sich beide Seiten auf einen Entwurf bis Mitte nächster Woche verständigen könnten. „Der wirkliche Stichtag ist Ende nächster Woche“, sagte ein EU-Diplomat. Nach dem offiziellen EU-Austritt ist Großbritannien bis Ende 2020 in einer Übergangsphase, in der EU-Regeln noch angewendet werden. Über die künftigen Beziehungen zueinander samt Freihandelsabkommen wird seit Monaten gerungen – bisher ohne Ergebnis.

Sollte der Vertrag nicht bis Jahresende stehen, würde Großbritannien ohne Abkommen aus der EU ausscheiden – weshalb die Wirtschaft ab Anfang 2021 Chaos und steigende Zölle befürchtet. Als größte Knackpunkte galten zuletzt die Fischerei-Rechte sowie Garantien für einen fairen Wettbewerb. Auf die neuen Entwicklungen reagierte das britische Pfund mit Kursverlusten zum Dollar.

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